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Wenn das Toreschießen nicht wäre...

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Bad Nauheim (wbe). Noch hat der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 bis zum Ende der Hauptrunde 17 Begegnungen zu absolvieren, doch die direkte Playoff-Qualifikation (Platz sechs in der Endabrechnung) rückt immer näher. Derzeit haben die Roten Teufel 15 Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten Heilbronn, der bereits ein Spiel mehr ausgetragen hat.

Trotz der guten Ausgangsposition zeigt sich EC-Headcoach Harry Lange noch sehr vorsichtig. »Lass uns Anfang Februar noch einmal über diese Thematik sprechen, jetzt müssen wir erst einmal konstant Punkte holen«, meinte der Deutsch-Österreicher im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das bedeutet für das Wochenende, dass er sich mit seinem Team voll auf das Heimspiel am heutigen Freitag um 19.30 Uhr gegen den ESV Kaufbeuren und dann das sonntägliche Gastspiel um 17 Uhr beim Neuling und Schlusslicht Selber Wölfe konzentriert.

Derzeit wirkt die Situation bei den Badestädtern etwas skurril. Auf der einen Seite fehlen drei wichtige Verteidiger und auf der anderen Seite hat die Mannschaft gegen teilweise hochkarätige Gegner in den letzten drei Begegnungen nur vier Gegentore kassiert. Während die Defensive damit trotz personellen Engpasses hervorragend funktioniert, hat der EC-Coach Sorgen mit seiner Offensive.

»Wir tun uns derzeit etwas schwer mit dem Tore schießen«, hat auch er erkannt, dass die herausgearbeiteten Chancen oft nicht konsequent genutzt werden. Mit 105 erzielten Treffern in 35 Begegnungen zählt der EC Bad Nauheim in der DEL2 derzeit nicht gerade zu den torgefährlichsten Mannschaften.

Dies soll gegen Kaufbeuren und in Selb anders werden, zumal der zwischenzeitlich zum Verteidiger umfunktionierte Mick Köhler wieder in den Angriff wechseln wird. Das ist der Tatsache geschuldet, dass das bereits seit Tagen angekündigte Comeback von Daniel Ketter inzwischen vollzogen ist. Der 36-Jährige, der erst im September in Bad Nauheim sein Abschiedsspiel bestritten hatte und danach beim Oberligisten EG Diez/Limburg aktiv war, wird bis zum Saisonende in Bad Nauheim spielen und gibt gegen den ESV Kaufbeuren seinen Einstand. »Ich freue mich, dass er unsere Abwehr ergänzt«, hat Trainer Lange jetzt wieder größere personelle Optionen in der Defensive.

Mehr Optionen in Sachen Zuschauer-Beteiligung haben auch die EC-Verantwortlichen in der Geschäftsstelle, denn nach den neuen Corona-Regelungen dürfen 1000 Besucher zu Heimspielen zulassen werden. »Davon sind allerdings 850 Tickets für unsere Dauerkarteninhaber reserviert, so dass nur 150 Karten in den freuen Verkauf gehen«, sagt EC-Geschäftsstellenleiter Dag Heydecker.

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