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Wenn man solche Chancen auslässt

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Enttäuscht: Stürmer Tom Woiwod unterliegt mit dem FSV Fernwald. Foto: Vogler © Vogler

Walldorf. Viertes Spiel, dritte Niederlage für den FSV Fernwald in der Fußball-Hessenliga. Die Mannschaft von Trainer Daniyel Bulut konnte gestern den Schwung aus dem letzten 5:0-Erfolg gegen den TSV Steinbach II nicht mit in die Partie bei Rot-Weiß Walldorf mitnehmen und verlor beim Team aus dem Kreis Groß-Gerau mit 1:3 (1:3).

Rot-Weiß Walldorf - FSV Fernwald 3:1

»Wir hatten schon anfangs einige tausendprozentige Chancen, und nach dem 1:0 haben wir schnell das 1:1 gefangen; das darf nicht passieren. Dann war der Gegner aggressiver, und wir haben alle Zweikämpfe verloren«, beklagte Bulut schon zur Halbzeit.

Die Gastgeber starteten mit einem ausgeprägten Offensivpressing und bekamen gegen aggressiv attackierende Fernwalder gleich Probleme in der Abwehr. Bereits in der 2. Minute verpasste Tom Woiwod die Führung für den FSV, als er nach einer schönen Kombination über Nicolas Strack und Erdinc Solak allein auf Rot-Weiß-Keeper Marcel Czirbus zusteuerte, das Tor aber knapp verfehlte. Fünf Minuten später scheiterte Woiwod an Czirbus, und auch Strack konnte den RW-Keeper im Nachschuss nicht bezwingen.

Besser machte es Yannis Grönke, der nach einem erneuten Konter über Strack Czirbus mit einem gekonnten Heber zum 1:0 (13.) überwand. Aber wenig später glichen die Platzherren aus, als Ahmet Dogan einen von FSV-Torwart Pierre Kleinheider abgewehrten Ball im Nachschuss zum 1:1 (16.) nutzte.

In der Folge kamen die Rot-Weißen immer besser ins Spiel, während sich das Bulut-Team einige Schwächen in der Defensive leisteten. Diese nutzte Walldorf noch vor der Pause zu zwei weiteren Treffern, nachdem Kleinheider zunächst mit einer glänzenden Aktion gegen Dogan einen Rückstand verhindert hatte. Beim 2:1 (39.) senkte sich ein Kopfball des Ex-Wiesecker und ehemaligen Waldgirmeser Laurin Vogt, der von Stadtallendorf gekommen war, über Kleinheider ins Netz. Und beim 3:1 (41.) schalteten die Rot-Weißen nach einem einfachen Ballverlust von Mica Hendrich schnell um, und Mahdi Mehnatgir vollendete mit einem genauen Schuss ins lange Toreck zur Vorentscheidung noch vor der Pause.

Pause für Referee

»Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht, aber bei der brutalen Hitze war es nach dem Rückstand besonders schwer, der Gegner war heute einfach stärker«, sah Bulut im zweiten Durchgang bis auf eine Möglichkeit durch Johannes Hofmann (56.), dessen Schuss RW-Keeper Czirbus abwehrte, und einen Pfostenknaller nach einem Freistoß von Walldorfs Julian Ludwig (70.) nichts Aufregendes mehr. Die Hitze setzte auch Schiedsrichter Joschka Pfeifer derart zu, dass er die Partie wegen Kreislaufproblemen unterbrechen musste.

Rot-Weiß Walldorf: Czirbus - Ludwig, Mehnatgir (77. Herdt), Vogt (83. Spamer), Thomasberger (48. Metzler), Vogler (47. Benazza), Matheisen, Borger (67. Velosa), Dogan, Mladenovic, Huß.

FSV Fernwald: Kleinheider - Kaguah, Burger, Muhic, Bender (79. Schäfer), Woiwod, Solak, Strack (64. Mukasa), Hendrich (64. Goncalves) Hofmann, Grönke (55. Siebert).

Tore: 0:1 (13.) Grönke, 1:1 (16.) Dogan, 2:1 (39.) Vogt, 3:1 (41.) Mehnatgir, - Schiedsrichter: Pfeifer (Rimbach) - Zuschauer: 250.

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