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Wer korrigiert den Fehlstart?

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Vielleicht führt das Beten, Bangen und Zittern von Johannes Wohlrab in Rostock zu einem besseren Ende für den TV Hüttenberg. Foto: Röczey © Röczey

Hüttenberg. Der TV Hüttenberg und der HC Empor Rostock haben vor ihrem Aufeinandertreffen am Sonntag (Anwurf: 17 Uhr) in der Ospa Arena etwas gemeinsam: Beide sind dank eines bärenstarken Auftritts im ersten Pflichtspiel der Saison in die zweite Runde des DHB-Pokals eingezogen, ehe beide in der Vorwoche ihren Saisonauftakt in der 2. Handball-Bundesliga in den Sand gesetzt haben.

»Wir sind sehr unglücklich in die Saison gestartet und hatten einen rabenschwarzen Tag, an dem einfach nicht viel zusammengelaufen ist. Das gilt auch für mich, schließlich habe ich mir die erste Zeitstrafe meiner Trainerlaufbahn abgeholt«, blickt Johannes Wohlrab auf das 25:29 gegen die HSG Nordhorn-Lingen zurück.

Empor Rostock - TV Hüttenberg (Sonntag, 17 Uhr)

Wenn der TVH einen »unglücklichen« Start erwischt hatte, dann was der Auftakt aus Rostocker Sicht gar eine Katastrophe. Gegen den TuSEM Essen setzte es in der Halle Am Hallo eine deftige 15:26 (7:13)-Klatsche. »Nur 15 eigene Tore sprechen eine deutliche Sprache, uns ist an diesem Abend überhaupt gar nichts gelungen. Das muss gegen Hüttenberg anders werden«, spricht HC-Trainer Till Wiechers Klartext.

Noch fünf Tage zuvor hatten seine Schützlinge - ausgerechnet - die gegen Hüttenberg so abgezockt agierende HSG Nordhorn-Lingen mit 22:20 aus dem Cup-Wettbewerb geworfen. »Rostock arbeitet in der Defensive mit einer stabilen und robusten 6:0-Deckung, die körperlich sehr stark, dafür aber weniger schnell und beweglich ist. Es wird für uns darauf ankommen, diese Abwehr in Bewegung zu bringen, um Durchbrüche zu erzielen und über die Außen abzuschließen«, gibt Wohlrab Einblicke in seinen Matchplan.

Anders als gegen Nordhorn will der 36-Jährige vor allem, dass die Hüttenberger über die Torhüterposition mehr Rückendeckung erhalten. So parierten die HSG-Schlussmänner Bart Ravensberger und Björn Buhrmester insgesamt 19 Hüttenberger Würfe, der neue TVH-Keeper Leonard Grazioli brachte es auf neun gehaltene Bälle.

»Wir müssen das Torhüterduell für uns entscheiden. Das ist die Voraussetzung, dass Du in dieser Liga auswärts Punkte holen kannst«, weiß Wohlrab. Personell kann der Berufsschullehrer bis auf den am Knie operierten Neuzugang Timm Schneider erneut aus dem Vollen schöpfen.

Die Erfahrung des abstinenten Kapitäns wäre für die junge Hüttenberger Truppe womöglich insbesondere in Rostock ein wichtiger Faktor, da die Gelb-Blauen gerne mit dem siebten Feldspieler und sodann mit drei Kreisläufern agieren, mit denen sie den TVH in der Vorsaison vor allem im Hinspiel ärgern konnten: Am Ende gewann die Wiechers-Sieben im Sportzentrum mit 34:27, auch das Rückspiel in Rostock Ende Mai konnte mit 32:29 gewonnen werden.

Einer, der die Gangart der Abwehr des »Originals aus Mittelhessen« bestens kennt, ist Empor-Shooter Marc Pechstein. Der Halblinke trug das blau-weiß-rote Trikot von 2012 bis 2014, ehe er Mittelhessen in Richtung Leipzig verließ.

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