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Wer zu früh träumt, den beißen die Huskies

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Bad Nauheim (wbe). Der EC Bad Nauheim hat im Viertelfinale der Playoffs in der Deutschen Eishockey-Liga 2 seinen Matchball gegen die Kassel Huskies nicht nutzen können. Nach dem 3:2-Erfolg am Freitag in Nordhessen waren die Roten Teufel in der Serie zwar mit 3:2 in Führung gegangen, doch den entscheidenden vierten Sieg verpassten die Badestädter am Sonntagabend vor 3720 Zuschauern im eigenen Stadion durch eine deutliche 0:

5 (0:1, 0:4, 0:0).Niederlage. Jetzt kommt es am heutigen Dienstag zum siebten und entscheidenden Aufeinandertreffen der beiden hessischen Kontrahenten.

»Den Sack endgültig zumachen«, hieß am Sonntag die Devise der Roten Teufel, die zunächst aber erst einmal auf Sicherung des eigenen Tors bedacht waren. Nach einer Zeitstrafe von Kassels Oliver Granz boten sich dem EC die ersten Chancen, die aber ungenutzt blieben. Besser machten es die Nordhessen, bei denen Corey Trivino eine Überzahlsituation zur Führung nutzte.

Als mit Mick Köhler der nächste EC-Spieler mit einer Strafzeit im zweiten Drittel belastet wurde, schlugen die Huskies bei numerischer Überlegenheit erneut zu. Diesmal war Brett Cameron der erfolgreiche Torschütze. Kein Wunder, dass Kassels Coach Corey Neilson hinterher seine Special Teams aufgrund der zwei Überzahltore lobte.

Corey Trivino überwand nur knapp drei Minuten später EC-Torwart Felix Bick zum dritten Mal und dies war dann bereits eine kleine Vorentscheidung, zumal die Gastgeber in der Folge eine doppelte Überzahl nicht ausnutzen konnten. »Wir haben es dem Kasseler Schlussmann Jonas Neffin einfach zu leicht gemacht«, haderte Harry Lange in dieser Phase mit den Offensiv-Qualitäten seines Teams, das im Mitteldrittel noch zwei weitere »Einschläge« verkraften musste. Brett Cameron und Denis Shevyrin sorgten für die 5:0-Führung der Gäste.

Die hatten dann im letzten Abschnitt keine Mühe mehr, um die Partie sicher nach Hause zu bringen, auch weil beide Mannschaften zum Schluss der Begegnung schon den siebten Auftritt im Hinterkopf hatten.

Showdown heute

Jetzt kommt es am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr .im Kasseler Eisstadion zum absoluten Showdown der beiden hessischen Rivalen und damit auch zur Antwort auf die Frage, wer am Donnerstag zum Auftakt des Halbfinales bei den Ravensburger Towerstars antreten darf.

»Nach den sechs absolvierten Spielen ist klar, dass beide Vereine auf Augenhöhe agieren. Wir haben am Sonntag im eigenen Stadion unsere Vorgaben nicht zu hundert Prozent erfüllt. Nun wird es darauf ankommen, wer wirklich diesen einen Sieg mehr will«, sagt Bad Nauheims Trainer Harry Lange, dessen Einflussnahme für dieses siebte Spiel nach eigenem Bekunden aber nur noch sehr begrenzt ist.

»Die Spieler auf dem Eis müssen jetzt die richtigen Entscheidungen treffen und mit ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft den Preis zahlen, mit dem man dann die nächste Runde erreicht«, hat der EC-Headcoach aber doch noch einen (taktischen) Pfeil im Köcher. »Wahrscheinlich werde ich Verteidiger Joel Messner auf die Bank setzen, dafür Tristan Keck bringen und Mick Köhler wieder in die Defensive beordern«, so Lange.

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