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Wettenberg überrascht

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Von: Mike Heese

Gießen (mhe/red). Coronabedingt verlegt werden musste die Partie von Meteor 85 Mittelhessen gegen Kassel II in der Kegel-Hessenliga. Der KC 88 Wettenberg überraschte am 4. Spieltag mit einem Punktgewinn beim bisherigen Titelfavoriten KSG Hönebach-Ronshausen und verteidigtes so mit knappen Vorsprung unverhofft die Tabellenführung.

KSG Hönebach-Ronshausen - KC 88 Wettenberg 4727:4543 (2:1/47:31): Das überwiegend mit Nachwuchsspielern angereiste Team aus Wettenberg erwischte die Hausherren auf dem falschen Fuß. Die ohnehin schon diffizilen Kunststoffbahnen im Ronshausener »Haus des Gastes« waren an diesem Tage noch ein Stück kniffeliger zu bespielen, so dass sich die Akteure durchweg mit niedrigeren Ergebnissen als gewohnt zufrieden geben mussten, bei einer Ausnahme: Wettenbergs Junioren-Auswahlspieler Jan Anders (850/12) zeigte sich im Startblock erneut in bestechender Form und kam entscheidend sogar vor dem vom Erstligisten Bosserode zurückgekehrten KSG-Topspieler Andreas Sekulla (845/11) ins Ziel. Im zweiten, ebenso spannenden Bruder-Duell des ersten Blocks schaffte es auch Tino Anders (766/7), gegenüber Jörg Sekulla (763/5) die Oberhand zu behalten. Wettenberg ging unerwartet und mit wichtigen Wertungen in Führung.

Die Frage der Gesamtholzzahl wurde jedoch im zweiten Abschnitt recht zügig zugunsten der Osthessen geklärt, als der für zwei fehlende Wettenberger Stammkräfte nachgerückte Justus Flimm (705/1) seine Startbahn völlig versemmelte und so den Anschluss an die Konkurrenz verlor. Bei der KSG machte es insbesondere Lars Schmidt (792/9) recht ordentlich, aber auch Sebastian Knoth (767/8) überspielte mit der letzten Kugel die geforderten 766 LP aus Block eins, wie auch seinen Wettenberger Gegner Jörg Schnell (764/6) und hielt damit die Chance auf einen 3:0-Erfolg seines Teams aufrecht.

Der KC 88 wollte im Schlussblock den Teilerfolg aus eigener Kraft sichern, doch davon waren Kai Göbler (734/3) und Kai Uwe Schnell (724/2) an diesem Tag weit entfernt. Da auf Seiten der Gastgeber aber auch Thorsten Schaub (804/10) absehbar nicht an die Tagesbestleistung von Jan Anders heran kommen sollte, benötigte es weitere Schützenhilfe für die beiden noch fehlenden Wertungen. Hier war es der für den verhinderten René Sufin ins Team gekommene Toni Neumann (756/4), der lange Zeit auf gutem Wege war, in der letzten Räume jedoch nicht die nötigen Neuner für die geforderten 767 LP erzielte. Wettenberg durfte aber mit einer Punktlandung auf die nötigen 31 EWPs erneut mit einem glücklichen Punktgewinn die Heimreise antreten.

KSC Heuchelheim - Gute Fahrt Fulda 4650:4494 (48:30/3:0): Heuchelheim musste Uwe Reuschling ersetzen, dafür kam Jonas Wiegandt ins Team. Im Duell der beiden Mannschaften ging es schon darum, sich etwas vom Tabellenende abzusetzen.

Im Anfangsblock gelangen Yannick Röhm auf den Punkt 800 LP und Andy Kreiling 805 LP. Sie konnten mit ihren Ergebnissen die Fuldaer Spieler Markus Chowanietz mit 785 LP und Joachim Mehler 738 LP auf Distanz halten und einen Vorsprung von 82 LP herausspielen. Im Mittelblock erspielten Christian Weeg mit 761 LP und Jörg Wehrenfennig mit 755 LP wichtige Ergebnisse für die Einzelwertung. Michael Wieczorek schaffte 773 LP und Ralf Habermehl erreichte 691 LP. Der Gesamtvorsprung erhöhte sich so auf 134 LP.

Im Schlussblock wurde das Ergebnis nur noch verwaltet. Ingo Vernau erreichte 778 LP und für Jonas Wiegandt fielen 751 LP. Carsten Warneke kam über 757 LP nicht hinaus und Michael Mehler blieb mit 750 LP um ein Holz hinter der Heuchelheimer Zahl von 751 LP. Damit war der erste 3:0 Heimsieg seit dem 18. Spieltag der Saison 2013/2014 perfekt, der ebenso gegen Gute Fahrt Fulda gelang.

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