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Widrigkeiten ohne Ende

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Dutenhofen (flo). Es sind turbulente Zeiten. Spielen sie? Spielen sie nicht? Eine Frage, die sich so derzeit auch für die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen U 23 nahezu wöchentlich stellt. »Es ist schwer, wir haben jeden Tag andere Hiobsbotschaften«, seufzt Interimstrainer Andreas Klimpke.

HSG U23 - HSF Rodgau-Nieder-Roden, Samstag, 19.30 Uhr: Trotzdem: Nach der Spielabsage am vergangenen Wochenende wollen die Grün-Weißen nun wieder ins Geschehen eingreifen. Am Samstag (19.30 Uhr) ist der Rangfünfte HSG Rodgau Nieder-Roden in der Sporthalle Dutenhofen zu Gast.

Nieder-Roden, Hanau, Erlangen II, Bieberau-Modau - mit gleich vier Vertretern aus den Top-Fünf der Liga bekommen es die Mittelhessen in den nächsten Wochen zu tun.

Ein straffes Programm also für die HSG, die zuletzt vom TV Gelnhausen überholt wurde und nun - wohlgemerkt mit zwei Partien weniger - nur noch Siebter ist? Klimpke winkt ab. »Das«, sagt er, »ist für uns ganz weit weg.« Es wird deutlich: Die Muße, in derlei Zeiträumen zu denken, hat der 49-Jährige aktuell nicht. Freilich, dafür gibt es einen guten Grund: Nämlich die Sorgen der Gegenwart. »Ich wäre erstmal froh, wenn wir fürs Spiel gegen Nieder-Roden eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen«, sagt Klimpke.

Corona jedenfalls setzt den Ballwerfern aus Dutenhofen und Münchholzhausen zurzeit mächtig zu. Gleich ein halbes Dutzend Spieler ist fraglich - weil sie positiv getestet wurden oder Testergebnisse ausstehen.

Halbes Dutzend Spieler fraglich

Klimpke hat seine Fühler deshalb ausgestreckt - sowohl in Richtung der eigenen Bundesliga-A-Jugend als auch in Richtung des Bezirksoberliga-Teams der Grün-Weißen. »Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal Spieler aus der Bezirksoberliga fragen muss, aber die Situation lässt nichts anderes zu, als in alle Richtungen zu schauen, was möglich ist. Was wir letztlich machen, muss aber wohldurchdacht sein«, so Klimpke.

Beide Kontrahenten mussten zuletzt übrigens gegen den TV Kirchzell ran. Nieder-Roden nahm Mitte Dezember beim 25:25 einen Punkt mit, war seitdem nicht mehr im Einsatz. Die HSG unterlag vor gut zwei Wochen haarscharf mit 29:30.

Klar, dass die Grün-Weißen nun allen Umständen zum Trotz den ersten Erfolg in 2022 anpeilen. Den Schlüssel dafür sieht der Trainer im Umschaltspiel - sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Zum einen: »Wir haben Steigerungspotenzial im Umschalten von Abwehr auf Angriff, um da mehr einfache Tore zu erzielen.«

Zum anderen: »Nieder-Roden spielt die erste und zweite Welle richtig gut. Wenn wir uns da im Rückzugsverhalten früh genug sortieren und die Absprachen stimmen, könnten wir schon mal eine ihrer Waffen lahmlegen«, analysiert Klimpke.

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