Wie ein Wirbelwind

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Hüttenberg (mcs). Der TV Hüttenberg hat in der Frauenhandball-Oberliga den ersten Saisonsieg gefeiert und dabei ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach zuvor drei Niederlagen warf das Team von Trainer Peter Tietböhl Germania Fritzlar II beim 32:20 (14:11) förmlich aus der Halle.

TV Hüttenberg - Fritzlar II 32:20

Dadurch verließ der TVH zum einen den letzten Tabellenplatz der Nordstaffel und konnte zum anderen reichlich Selbstvertrauen für das Derby bei der TSG Leihgestern tanken.

»Das war heute wirklich eine sensationelle Teamleistung der gesamten Mannschaft, jede einzelne Spielerin hat ihren Beitrag zum Erfolg geleistet. Wir haben in Verbindung mit den Torhüterinnen 60 Minuten lang eine top Deckung gespielt, im Vergleich zu den vorherigen Spielen heute aber auch endlich mal die Tore geworfen. Die Mädels haben saugeil umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten«, war TVH-Coach Tietböhl voll des Lobes.

In extremen Wellentälern verlief zunächst noch die gesamte erste Halbzeit. Zunächst kamen die Gastgeberinnen überhaupt nicht in die Partie und lagen schnell mit 3:7 (11.) hinten. Doch die nächsten Minuten gehörten dann der Tietböhl-Sieben, der gleich fünf Treffer in Folge gelangen und beim 8:7 (17.) die erste Führung. Nun waren allerdings die Nordhessinnen am Zug, die die Partie dank eines 4:0-Laufes (11:8, 24.) wieder zu ihren Gunsten drehten. Doch der letzte »Run« des ersten Durchganges gehörte dann wieder Hüttenberg, das in den letzten Minuten ohne Gegentor blieb und selbst gleich sechs Mal einnetzen konnte. Louisa Andermann sorgte für den 14:11-Pausenstand.

Doch eine weitere Wende sollte es in dieser Partie nicht mehr geben, weil die TVH-Damen in der zweiten Halbzeit wie ein Wirbelwind über die Nordhessinnen hinwegfegen sollten. Schon in den ersten Minuten nach der Pause sorgte Hüttenberg für klare Verhältnisse und zog nach dem 15:12 (33.) dank eines 5:1-Laufs schon entscheidend auf 20:13 (38.) davon, das erneut Linkshänderin Andermann gelang. Damit waren die Fronten frühzeitig geklärt, der erste Saisonsieg geriet in der Folge auch zu keiner Zeit mehr in Gefahr. Bis zum 19:26 (52.) konnte Fritzlar den Sieben-Tore-Rückstand zumindest noch halten, weil Hüttenberg aber nun richtig Spaß am Spiel hatte und bis in die Schlusssekunden hinein hoch motiviert war, wurde es am Ende sogar noch zweistellig.

Hüttenberg: Plutzas, Naß - Jule Naumann (1), Seipp (2), Ida Tietböhl (7), Löffler, Lisa Naumann (6), Happel (1), Rühl, Hickel (5/3), Fischer (4), Andermann (4), Braun (2).

Fritzlar: Virag - Grothnes (1), Icke, Alter, Saltar, Ködel (2), Albus (7/3), Wenner, Oschmann (7), Werner (2), Bücker (1), Dasenbrock.

Schiedsrichter: Memovic/Oliger (Offenbach-Bürgel/Dreieich). - Zeitstrafen: zwei (Lisa Naumann, Fischer) - drei (Bücker zwei, Alter). - Siebenmeter: 4/3 - 6/3.

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