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Wie im Großfeldhandball

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Hüttenberg (mol). Der TV Hüttenberg ist trotz einer missratenen Anfangsphase und einer kuriosen ersten Halbzeit mit insgesamt nur zehn Toren erfolgreich in die Abstiegsrunde der Frauenhandball-Oberliga gestartet. Gegen die TSG Offenbach-Bürgel feierte das Team von Peter Tietböhl und Andreas Scholz einen 17:11 (5:5)-Heimsieg, sammelte damit vor den nächsten beiden Auswärtspartien zwei wichtige Zähler ein und führt das Feld der Runde damit weiterhin an.

TV Hüttenberg - TSG Offenbach-B. 17:11

»Die erste Halbzeit hat mich vom Ergebnis her ein wenig an Großfeldhandball erinnert. Wir waren sehr nervös, haben zu viel im Eins-gegen-Eins agiert und keine guten Lösungen gefunden. Nachdem die offensive Variante nicht funktioniert hat, haben ich schnell auf 6:0 umgestellt und unsere Abwehrleistung war dann der Winner. Wir haben wirklich bombig gedeckt, Marieke Naß hat zudem bärenstark gehalten. In der zweiten Halbzeit lief es dann auch im Angriff viel besser, sodass wir diesen wichtigen Sieg verdientermaßen feiern konnten«, war dem TVH-Coach die Erleichterung nach dem Auftaktsieg anzumerken. Nach der langen Spielpause kamen die Hüttenberger Damen unheimlich schwer in die Partie, während die Gäste gleich auf Betriebstemperatur waren.

Nach sieben Minuten waren die Südhessen auf 4:1, in der elften Minute auf 5:2 enteilt. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt ahnen können, dass Rauschs Treffer für Offenbach-Bürgel schon der letzte im Verlauf der ersten 30 Spielminuten gewesen sein sollte. Doch nach Fabi Löfflers 3:5 nahm sich die Partie insgesamt eine zehnminütige Torlosigkeit, sodass erst Louisa Andermanns Tor zum 4:5 in Minute 26 den nächsten Treffer der Partie darstellte. Und weil die TSG wie erwähnt gar nicht mehr treffen konnte, sorgte Luisa Hickel von der Siebenmeterlinie für den kuriosen 5:5-Pausenstand.

Nach der Pause blieb die Begegnung dann ebenso ausgeglichen wie torarm (7:7, 39.), ehe die Gastgeberinnen einen herben Rückschlag in Form der Roten Karten gegen Ida Tietböhl verkraften mussten. Doch wenngleich spielerisch bei den Hüttenbergerinnen an diesem Tag noch Luft nach oben war, so war die Moral und der Kampfgeist enorm, denn nach der Hinausstellung, sorgten Laura Fischer, Hickel und Löffler für eine 10:7-Führung (45.).

Der TSG-Coach legte umgehend die Karte, doch auch eine Auszeit konnte den TVH nun nicht mehr stoppen. Ein Dreierpack von Lisa Tietböhl und ein Fischer-Treffer sorgten zehn Minuten vor dem Ende für eine 14:8-Führung und damit für die Vorentscheidung.

Hüttenberg: Plutzas, Naß - Seipp (1), Lisa Tietböhl (4), Rüspeler, Happel, Stankewitz, Hickel (3/1), Ida Tietböhl, Fischer (2), Löffler (2), Andermann (3/1), Walter, Braun (2).

Offenbach-Bürgel: Gültekin - Tsifna, Schmitt, Olger, Giegerich, Reichert (4/1), Rosenberg (4/1), Hoffmann (1), Müller, Fenn, Rauch (1), Kirschig (1).

Schiedsrichter: Hohm/Petry (Bachgau). - Zuschauer: 50. - Zeitstrafen: drei (Ida Tietböhl zwei, Walter) - eine (Rauch). - Rote Karte: Ida Tietböhl (41.) - Siebenmeter: 4/2 - 4/2.

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