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Wieder das zweite Viertel

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Von: Christian Nemeth

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Mit Abstand gegen Vechta II bester Pointers-Schütze, doch sind sie 27 Zähler von Jacob Ledoux dennoch zu wenig. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (cnf). Die 14. Saisonniederlage im 15. Pflichtspiel haben am Samstag die Gießen Pointers in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) kassiert. Gegen das Farmteam des ProA-Ligisten Rasta Vechta mussten sich die Lahnstädter deutlich mit 79:102 geschlagen geben. Wie bereits in der Vorwoche - bei der 65:75-Pleite bei den Itzehoe Eagles - erwies sich auch diesmal wieder ein lasches zweites Pointers-Viertel als Knackpunkt.

Gießen Pointers - Rasta Vechta II 79:102

Die Gäste waren mit gleich vier Doppellizenz-Spielern angereist, entsprechend dick war das Brett, das die Heimmannschaft um Headcoach Daniel Dörr zu bohren hatte. Gießens Co-Trainer Dejan Kostic resümierte: »Leider hatten wir wieder ein schlechtes zweites Viertel dabei. Die haben uns im körperlichen Bereich einfach geschlagen.«

Das mittelhessische Schlusslicht eröffnete die Partie nichtsdestotrotz sehr ordentlich (4:0, 2.) und gestaltete den ersten Durchgang weitestgehend ausgeglichen. Nachfolgend schalteten die Niedersachsen aber einen Gang nach oben und pirschten bis zur Mitte des zweiten Viertels bereits auf 40:28 (16.) davon. Das Dörr-Team hatte dem Ansturm von Vechtas Reserve nur wenig entgegenzusetzen.

Insbesondere aus der Distanz bewiesen die Norddeutschen ein sicheres Händchen, wobei vor allem Power Forward Tim Insinger einen Sahnetag erwischte und - wohlbemerkt binnen einer lediglich 17-minütigen Einsatzzeit - am Ende auf eine persönliche Saison-Bestleistung von 28 Punkten kam. Hierbei versenkte der 25-Jährige satte sieben von elf Drei-Punkte-Würfen. Nach einem 17:5-Run ab der 16. bis zur 20. Minute verabschiedete sich Vechta II mit einem wegweisenden 57:33-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Ab dem dritten Viertel fanden die Pointers allmählich wieder in die Spur. »In der zweiten Hälfte war das eigentlich komplett ausgeglichen«, urteilte Kostic, dessen Team bis zur 25. Minute sogar noch einmal bis auf 14 Zähler verkürzte (50:67). Anschließend ließen sich die Gastgeber aber durch Entscheidungen des Unparteiischen etwas aus dem Konzept bringen, haderte der Gießener Co-Trainer. Somit lag Vechta zu Beginn der Schlusssequenz wieder deutlich mit 82:59 (30.) in Front.

Auch im vierten Quarter bewiesen die Lahnstädter Moral (71:85, 33.), eine etwaige Aufholjagd lag aber nicht wirklich in der Luft, da die Gäste stets eine passende Antwort auf die Bemühungen der Pointers parat hatte. Am Ende knackte der Tabellensiebte sogar die 100 Punkte-Marke und reiste mit seinem achten Saisonerfolg wieder in Richtung Heimat. In Gießen hingegen bleibt die tabellarische Situation zerfahren.

»Der Gegner hat aus allen Lagen getroffen, das war auch ausschlaggebend für das Ergebnis. Das macht dann auch immer was mit der Moral«, erklärte Kostic. Nächstes Wochenende gastieren die Pointers beim Tabellenzweiten LOK Bernau. Kostic wagte schon einmal den Blick nach vorne und mahnte: »Das wird auch sehr schwierig für uns.«

Gießen Pointers: Ledoux (27), Carl (3), Schneider (4), Maruschka (6), Bilski, Troussel, Njie (9), Yuma, Kenntemich, Lischka (22), Amaize (8).

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