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Der Ausgleich gegen Wiesbaden fällt zwar spät, dennoch blicken die TSG-Junioren um Kapitän Simon Kalberlah positiv auf die Hinrunde zurück.

TSG-Junioren

Wiesecker Trainerduo stellt positives Zeugnis aus

Nabil Ghoulla und Tommy Stawitzki attestieren im Interview ihrer Regionalliga-Mannschaft eine gute Entwicklung, ärgern sich aber über Punktverluste.

Gießen. In der Fußball-Regionalliga Süd hat die TSG Wieseck am vergangenen Wochenende eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen erfolgreich abgeschlossen. Ali Kemal Altay bescherte der TSG mit seinem Treffer zum 1:0-Endstand bei der SG Rot-Weiss Frankfurt einen Sieg im letzten Punktspiel des Kalenderjahres. Mit nunmehr zehn Punkten rangiert die Elf des Trainerduos, bestehend aus Nabil Ghoulla und Tommy Stawitzki, zur Winterpause auf dem zwölften von 14 Rängen. Zeit also, mitsamt des Trainerduos einmal Bilanz zu ziehen.

Herr Ghoulla, Herr Stawitzki, welches Fazit können Sie nach der nun abgeschlossenen Hinrunde ziehen? Sind Sie mit der Leistung und der Punktausbeute Ihrer Mannschaft zufrieden?

Wir betrachten das aus mehreren Perspektiven. Ergebnistechnisch war deutlich mehr drin. Wir haben in vielen Spielen nicht immer unser volles Potential abgerufen und zudem einige Führungen aus der Hand gegeben. Weiterhin gab es einige Rückschläge zu verarbeiten, wie zum Beispiel die schwere Verletzung unseres Torhüters Finn Henkel oder den späten 3:3-Ausgleichstreffer gegen Wehen Wiesbaden am 20. November,

Nichtsdestotrotz haben wir auch Moral gezeigt. So ist uns der Ausgleich gegen Sandhausen in der letzten Sekunde gelungen sowie das 0:0 gegen den damaligen Tabellenzweiten, dem Karlsruher SC. Gegen die TSG Hoffenheim haben wir in unserem Heimspiel lange Zeit gut mitgehalten, sind sogar zweimal in Führung gegangen, mussten uns jedoch am Ende der individuellen Klasse sowie der kräftezehrenden ersten Halbzeit beugen.

Wie sehen Sie sich für die Rückrunde gewappnet? Welche Lehren ziehen Sie aus der Hinrunde?

Wir haben uns im Laufe der Hinrunde extrem weiterentwickelt. Die Anfangsnervosität aus den ersten Spielen ist abgelegt worden. Die Spiele haben wir ausgiebig analysiert. Dinge, die wir gut gemacht haben, bauten wir in unser Training ein, um diese zu stabilisieren. Natürlich wurden auch Dinge von starken Gegnern aufgedeckt, die noch nicht so gut liefen. An diesen haben wir fleißig gearbeitet.

Die Jungs sind neugierig, lernwillig und ehrgeizig. Aus diesen Gründen haben wir große Fortschritte gemacht. So werden wir uns defensiv stabilisieren und offensiv die sich uns bietenden Torchancen konsequenter nutzen. Dadurch wollen wir mehr Konstanz erreichen und können die Rückrunde dementsprechend kaum erwarten.

Nachdem die Pandemie-Lage bis in den Spätsommer hinein überschaubar war, steigen die Fallzahlen seit einigen Wochen wieder rapide an. Hatte die »vierte Welle« auch auf die Mannschaft einen Einfluss? Wie sind Sie bei den teils weiten Auswärtsfahrten mit dem Thema umgegangen?

Wir hatten das große Glück, dass alle weiten Auswärtsfahrten zu Beginn der Saison zu absolvieren waren. So sind wir mit der Pandemie in der Hinsicht nicht allzu sehr in Berührung gekommen. Selbstverständlich gab es Regularien und Maßnahmen, an die wir uns halten mussten, aber das stellte für uns keine Einschränkung dar. Aktuell hat die vierte Welle auf uns keinen Einfluss. Der Mannschaft geht es gesundheitlich, bis auf die ein oder andere kleine Blessur, gut.

Im Duett an der Wiesecker Seitenlinie unterwegs: Nabil Ghoulla und Tommy Stawitzki.

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