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»Wir haben eigentlich keine Chance«

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Schwierige Phase: HSG-Trainer Axel Spandau muss seine Spieler aufbauen. Foto: lg © lg

Dutenhofen. »Wir haben eigentlich keine Chance. Aber die wollen wir nutzen«, sagt Trainer Axel Spandau. Das beschreibt die Ausgangslage für die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen recht treffend: Beim Tabellenzweiten HSG Hanau treten die Grün-Weißen heute Abend (20.15 Uhr, Main-Kinzig-Halle) als klarer Außenseiter an.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Mittelhessen personell in dieser Saison bislang wahrlich nicht vom Glück verfolgt sind. Die Verletztenmisere hat es in sich. Torhüter Simon Böhne ist nach einer gut einmonatigen Pause infolge einer Gehirnerschütterung zurück, auch Rückraumspieler Erik Irle (nach Kieferbruch) kann wieder mittun. Nun aber gesellen sich neue Ausfälle dazu. Paul Geffert (Kreuzbandriss) wird ohnehin lange fehlen, Tim Lauer (Schulterverletzung) droht einige Wochen auszufallen. Besonders eng aber wird es im Abwehr-Mittelblock und am Kreis: Malvin Werth (doppelter Bänderriss), der schon bei der Auswärtsniederlage in Mundenheim nicht dabei war, muss definitiv passen. Hinter Maduwuike Okpara (Rückenprobleme) und Kapitän Marvin Lindenstruth (Verletzung an der Hüfte) stehen große Fragezeichen. »Das macht die Sache nicht leichter«, weiß Spandau, der wohl zum Improvisieren gezwungen sein wird.

Den Kopf in den Sand stecken wollen die Grün-Weißen aber nicht. Stattdessen nehmen sie sich die DJK Waldbüttelbrunn als Vorbild: Das Schlusslicht war in der Main-Kinzig-Halle nach 55 Minuten noch gleichauf, ehe sich Hanau doch noch mit 27:32 durchsetzte. Um Ähnliches zu schaffen, muss Dutenhofen/Münchholzhausen im Angriff Lösungen finden - und das gegen die bislang stärkste Defensivabteilung der Liga. Weniger als 24 Tore kassiert Hanau im Schnitt.

Spandau weiß: »Sie haben eine hochgewachsene 6:0-Deckung und einen sehr starken Torwart.« Nämlich den 23-jährigen Can Adanir, der nach seiner Hanauer Jugendzeit Erfahrungen bei den Rhein-Neckar Löwen sowie dem TV Großwallstadt sammelte und nun an alter Wirkungsstätte die von Bord gegangene Nummer eins Sebastian Schermuly beerbt.

»In erster Linie müssen wir auf uns schauen, damit wir besser werden. Wir müssen langsam aus den Niederlagen lernen«, fordert Spandau. »Wir geben viel zu leicht und viel zu schnell den Ball her, sei es mit technischen Fehlern oder verfrühten Abschlüssen. Gerade auswärts brauchen wir mehr Geduld. Wir wollen und müssen mit klarer Spielanlage auf unsere Chancen warten und diese dann nutzen. Das haben wir trainiert.«

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