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»Wir haben zuviel weggeschmissen«

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Köln-Gießen (sks). Die Gießen Pointers unterlagen am Samstag bei ihrem Spiel in Köln deutlich mit 66:98 (36:58). Damit verpasste der Basketball-Drittligist die Chance, sich nach dem jüngsten Sieg über Schwelm weiter freizuschwimmen.

RheinStars Köln - Gießen Pointers 98:66

Gegen Schwelm war kurz vor Silvester der erste Saisonsieg gelungen. Daran konnte das Team von Headcoach Daniel Dörr am Samstag bei den RheinStars aber nicht anknüpfen. Die ersten zwölf Minuten lief man einem Mini-Rückstand hinterher, den Niklas Bilski durch acht schnelle Punkte in Serie nochmals verkürzte (26:30, 13.). Danach brachten die Mittelhessen aber nur noch Stückwerk zusammen.

»In Phasen, in denen wir mal auf vier Punkte dran waren, haben wir zu viel im Eins-gegen-Eins weggeschmissen und hinten leichte Layups abgegeben«, erklärt Dörr, was danach passierte. Der hohe Pausenrückstand, der sich in den Folgeminuten abzeichnete, sei darauf zurückzuführen, dass sich das Team in kritischen Situationen aufzugeben begänne: »Das kreide ich der Mannschaft an.«

Offensiv produzierte man zu viele Einzelaktionen. »Defensiv haben wir einfach nicht umgesetzt, was wir wollten.« Köln agierte mit einer äußerst aggressiven Verteidigung und setzte den Pointers so merklich zu. Die Domstädter erbeuteten ganze 15 Steals im Matchverlauf und kamen im Zweipunktebereich durch Fastbreaks zu einer Fabelquote von 63 Prozent. Gießen lag so schon zur Pause mit 36:58 klar im Hintertreffen. Durchgang drei gestaltete sich ausgeglichener. Ein Comeback lag allerdings nicht in der Luft. »Mannschaftsaktionen, die im Training eigentlich funktioniert haben, gab es zu selten«, moniert Dörr.

Die Neuzugänge Jacob Ledoux und Thimothee Trousel blieben mit acht und vier Punkten deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zweistellig scorte nur die deutsche Achse aus Benjamin Lischka (11), David Amaize (10) und Niklas Bilski, der mit 16 Punkten und vier Dreiern eine seiner besten Saisonleistungen abrief.

Für Freude sorgten ansonsten Tim Schneider, der nach seiner Verletzung erstmals wieder im Kader stand. Unterm Strich war das für den Tabellenletzten der ProB-Nord zu wenig, um beim Ligadritten etwas auszurichten. Köln indes bestätigte seine starke Form und feierte den fünften Sieg aus den letzten sechs Partien.

Gießen muss Punkte für den noch immer möglichen Klassenerhalt bei anderen Teams einholen. Das Problem: Auch die nächsten drei Gegner (Vechta II, Itzehoe, Bernau) gehören zur oberen Tabellenhälfte. Die Lage beim Aufsteiger des Vorjahres bleibt also angespannt.

Köln: Remagen (9), Hennen (13), Sow (19), Pilipovic (12), Haufs (4), Onwuegbuzie (11), Ladjyn (4), Adenekan, Schmidt (10), Straub (13), Dujmovic (3), Seckendorff.

Gießen: Ledoux (8), Carl (8), Schneider, Maruschka (3), Bilski (16), Troussel (4), Njie (1), Yuma, Kenntemich (5), Lischka (11), Amaize (10).

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