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»Wir sind schon sehr enttäuscht«

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Trifft sieben Mal für die HSG Pohlheim, aber zum Erfolg reicht es nicht: Leon Friedl. Foto: Schepp © Schepp

Hochdorf (mol). Die HSG Pohlheim hat nach dem ersten Sieg in der Dritten Männerhandball-Liga in der Vorwoche am Samstagabend nicht nachlegen können und ist in der Tabelle wieder auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Bei der bis dato punktgleichen HSG Friesenheim-Hochdorf II musste sich das Team von Trainer Andreas Lex klar mit 24:30 (10:14) geschlagen geben und damit die fünfte Niederlage im sechsten Saisonspiel einstecken.

HSG Friesenheim/H. II - HSG Pohlheim 30:24

»Wir sind schon sehr enttäuscht, da wir uns vorab schon etwas ausgerechnet haben. Aber wir sind leider nicht an unsere Leistungsgrenze herangekommen, es haben einfach an allen Ecken ein paar Prozent gefehlt. So reicht es in dieser Klasse dann eben nicht. Daher geht der Sieg Friesenheim-Hochdorfs absolut in Ordnung«, musste der HSG-Coach eingestehen.

In der ersten Halbzeit begegneten sich die beiden Kontrahenten im Hochdorfer Sportzentrum nur in den ersten zehn Minuten auf Augenhöhe. In Führung lagen die Pohlheimer zwar nie, konnten beim 3:3 (9.) und 4:4 (10.) jeweils durch Johannes Träger aber noch ausgleichen. Danach bestimmte der Gastgeber jedoch die Partie und zog nach sieben torlosen HSG-Minuten auf 7:4 (17.) davon. Auch eine Auszeit von Coach Lex beim 5:8-Rückstand zeigte keine nachhaltige Wirkung, nach dem 8:10 durch Max Rühl legte Friesenheim/Hochdorf einen weiteren Tore-Dreierpack hin und zog nach 27 Minuten auf 13:8 davon. Rühl und Tom Gilbert brachten Pohlheim zwar auf drei Tore heran (10:13, 29.), nach einem Treffer von Patrick Friedmann hielten die Gastgeber dann aber eine 14:10-Pausenführung in Händen.

Wirklich in Schlagdistanz kamen die Gäste im Prinzip während der gesamten zweiten Halbzeit nicht mehr. Im Gegenteil: nach Leon Friedls 14:17-Anschlusstreffer fing sich erst Nikolas Happel (37.) eine Zeitstrafe ein, ehe Max Rühl nach 41 Minuten mit der Roten Karte sogar vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.

In dieser Phase gelang es Friesenheim-Hochdorf letztlich auch schon, sich spielentscheidend auf 20:14 (41.), wenig später nach Marvin Gerdons Tor sogar auf 23:15 abzusetzen.

Hoch anrechnen konnte man der Lex-Sieben immerhin, dass sie sich nach der nun folgenden Auszeit nicht hängen ließ und trotz des klaren Rückstandes bis zum Schluss kämpfte. So gelang es nach dem 18:26-Rückstand beim 24:27 durch Friedl (58.), nochmal auf drei Tore heranzukommen.

Doch die Zeit wurde für die Gäste nun zum Faktor, und so entschied Patrick Friedmann, mit neun Toren bester Werfer der Gastgeber, das Spiel mit seinen Toren zum 28:24 und 29:24 endgültig. »Wir wussten, dass es in dieser Klasse schwer wird und dass wir an unsere 100 Prozent herankommen müssen, wenn es für Punkte reichen soll. Aber wir schauen jetzt auf das nächste Spiel, werden uns auf unsere Aufgaben konzentrieren und uns gut vorbereiten«, blickte Lex bereits auf die schwere Auswärtspartie bei der HSG Rodgau Nieder-Roden am kommenden Freitag (20 Uhr) voraus.

Friesenheim/Hochdorf: Peribonio - Schwarz, Gerdon (4), Böckly, Polifka, Friedmann (9/1), Reis, Haas (1), Dorra (3/3), Maier, Ilic (4), Winkler, Sorda (9), Kruse.

Pohlheim: Schlegel, Wüst - Wagner, Johannes Träger (4), Christoph Träger, Gilbert (2), Lambrecht, Neul (3), Drommershausen (1), Niclas, Lex (1), Schier, Rühl (5/2), Nikolas Happel (1), Friedl (7/4).

Schiedsrichter: Gräf/Risch (Merschweiler) - Zuschauer: 100 - Zeitstrafen: sieben (Gerdon zwei, Haas zwei, Dorra, Ilic, Winkler) - drei (Lambrecht, Niclas, Nikolas Happel) - Rote Karte: Rühl (41.). - Siebenmeter: 4/4- 7/6.

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