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»Wir werden wieder zurückkommen«

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Heute wieder gefordert: EC-Keeper Felix Bick. © chuc

Ravensburg . Die Ravensburger Towerstars haben sich ihren Heimvorteil wieder zurückgeholt. Im dritten Spiel der Playoff-Halbfinal-Serie in der Deutschen Eishockey-Liga 2 feierten die Oberschwaben am Montagabend auf eigenem Eis vor 2211 Zuschauern gegen den EC Bad Nauheim einen 4:2 (3:1, 0:1, 1:0-Erfolg und sind damit in der Serie mit 2:1 in Führung gegangen.

Am heutigen Mittwoch steigt Spiel vier im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion.

Trotz der Niederlage war EC-Headcoach Harry Lange nach der Partie nicht unzufrieden. »Wir haben im ersten Drittel zu viele kleine Fehler gemacht, die eine Mannschaft wie Ravensburg eben konsequent nutzt. Im zweiten Drittel haben wir dann besser gespielt und sind wieder zurückgekommen und hätten im Schlussabschnitt durchaus noch den Ausgleich schaffen können«, meinte der Deutsch-Österreicher, der erneut auf zahlreiche Akteure verzichten musste und in der Defensive durch den Ausfall von Mick Köhler sogar nur vier Stammkräfte aufbieten konnte.

Wieder mit dabei waren Andrej Bires und Andreas Pauli in einer Partie, die von beiden Teams sehr intensiv geführt wurde. Dabei hatten die Gäste einen ganz schlechten Start, denn schon in der 3. Spielminute besorgte Vicenz Mayer das 1:0 für die Oberschwaben, wobei dessen Schuss noch von Kevin Schmidt abgefälscht worden war. Den möglichen Ausgleich vergab Stefan Reiter, als er nach einem geblockten Schuss allein auf Towerstars-Keeper Jonas Langmann zulief. Das 1:1 fiel dann aber doch nach einer Direktabnahme von Andrej Bires, als die Gastgeber bei einer Zeitstrafe von David Zucker in Unterzahl agierten.

Strafzeiten

Danach mussten kurz hintereinander die beiden EC-Akteure Stefan Reiter und Huba Sekesi von der Eisfläche und gerade als die Roten Teufel einen Spieler ergänzen konnten, markierte Josh MacDonald für Ravensburg die neuerliche Führung. Noch im ersten Abschnitt erhöhte Robbie Czarnik für die Towerstars auf 3:1 (17.).

Aufgrund dieses Rückstands mussten die Bad Nauheimer jetzt mehr für die Offensive tun und wurden auch zunehmend spielbestimmender, zumal sich die Gastgeber vornehmlich auf Konterattacken beschränkten. Das druckvolle Spiel der Gäste zahlte sich aus, als Jordan Hickmott in der 37. Minute auf 2:3 verkürzte. Die Partie war damit wieder völlig offen, als beide Teams ins Schlussdrittel starteten.

Wenige Chancen

Die ganz großen Möglichkeiten blieben im Schlussabschnitt auf beiden Seiten aber Mangelware. Bad Nauheims kanadischer Verteidiger Joel Messner und der Ravensburger Georgiy Saakyan hatten noch die besten Chancen, das Spiel zu entscheiden. Dies blieb aber Pawel Dronia vorbehalten, der ins verwaiste Bad Nauheimer Tor traf, nachdem Harry Lange mit der Herausnahme seines Torwarts Felix Bick volles Risiko gegangen war.

Trotz der 2:1-Serienführung der Ravensburger Towerstars ist eine Prognose für den Final-Einzug aufgrund der bisherigen Spielverläufe kaum möglich. »Es ist ganz schwierig in Bad Nauheim zu gewinnen«, zollt Ravensburgs Trainer Peter Russell den Roten Teufeln gehörigen Respekt, auch wenn sein Team im zweiten Aufeinandertreffen in Bad Nauheim mit 3:1 die Nase vorn hatte.

Auf Bad Nauheimer Seite bleibt Trainer Harry Lange für das vierte Spiel am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) weiter optimistisch. »Wir werden wieder zurückkommen und den Ausgleich in der Serie schaffen«, glaubt Lange, der darauf setzt, dass sich sein arg dezimierter Kader weiter etwas füllt.

Auf jeden Fall kann dieses vierte Spiel eine wichtige Wendemarke werden. Für Bad Nauheim, wenn man mit dem Ausgleich den nächsten Nadelstick setzt und für Ravensburg, die mit einem Sieg im folgenden Heimspiel bereits alles klar machen könnten.

Im Stenogramm

Ravensburg - Bad Nauheim 4:2 (3:1, 0:1, 1:0) - Torfolge: 1:0 (3.) Mayer, 1:1 (6.) Bires, 2:1 (12.) MacDonaöld, 3:1 (17.)Czarnik, 3:2 (37.) Hickmott, 4:2 (60.) Dronia - Zuschauer: 2211 - Strafminuten: Ravensburg 8, Bad Nauheim 10.

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