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»Wir, wir, wir - und nicht Magdeburg«

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Wetzlar. »Schoßkinder zwischen 0 und 5 Jahren sind erlaubt.« Steht auf der Homepage des SC Magdeburg, inmitten aller Zuschauer-Informationen für das kommende Heimspiel in der Handball-Bundesliga am Sonntag gegen die HSG Wetzlar.

Besonders verwöhnt, so die Definition des Begriffs »Schoßkind«, waren die Wetzlarer und ihr Trainer in den beiden bisherigen Spielen der neuen Saison beileibe nicht. Der Auftaktniederlage in Erlangen folgte am Mittwoch eine deftige Heimpleite gegen Berlin. Natürlich stets mit dem Blick auf die Realitäten, die da lauten: Viele Neuzugänge müssen integriert werden, die Rädchen greifen noch nicht ineinander, vorne wie hinten tun sich Schwächen auf, die der Gegner gnadenlos ausnutzt.

So ein Gegner sind auch die Magdeburger. Amtierender Meister, lediglich auf zwei Positionen - im Tor rückte der Schweizer Nikola Portner für Jannick Green nach, am Kreis trat Lucas Meister die Nachfolge von Magnus Gullerud an - im Vergleich zur grandiosen Vorsaison umbesetzt. Trainer Bennet Wiegert kann auf eine eingeschworene und eingespielte Einheit bauen. Was sich zu Beginn des Unternehmens Titelverteidigung auch gleich in zwei Erfolgen gegen Hamm (31:23) und in Gummersbach (30:28) niederschlug.

Eingespielt

Am Mittwoch im Oberbergischen musste sich der SCM allerdings mächtig strecken, um nicht früh in der Runde einen Rückschlag zu erleiden. »Benno ist weit davon entfernt, das alles immer als souverän zu beurteilen. Er weiß aber, welch Superkonzept in Magdeburg vorhanden ist«, sagt Ben Matschke. Für den 40-Jährigen geht es am Sonntag ab 18.15 Uhr (die ungewöhnliche Anwurfzeit ist der am frühen Nachmittag in unmittelbarer Nähe der Getec-Arena ausgetragenen Fußball-Zweitliga-Partie 1. FC Magdeburg gegen Greuther Fürth geschuldet) weniger um den SCM als vielmehr um: »Wir, wir und nochmals wir. Wir dürfen uns nicht so viele Fehlwürfe leisten. Wir müssen mal ein, zwei Pässe mehr spielen und die Uhr kontrollieren. Wir müssen unsere Aktionen auch unter dem Druck des Wettkampfs einfacher gestalten. Und wir brauchen die Nähe bei den Torhütern. Denn da bewegen wir uns gerade bei knapp zehn Paraden weniger als der Gegner«, so Matschke.

Torhüter gefragt

Der mit dem HSG-Tross bereits an diesem Samstag an die Elbe reist und am »langen« Sonntag bis zum späten Anpfiff die Zeit nutzen, um seinen Schützlingen sicher nicht in »Schoßkind-Manier« die für gute Ergebnisse notwendigen Grundabläufe einzutrichtern.

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