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WM: Größer vor großer Herausforderung

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Gießen (red). Beim zweiten WM-Auftritt in nur einem Monat von Vincent Größer vom Triathlon Team Gießen geht es um den Titel über die Ironman Halb- oder Mitteldistanz. Dabei startet der 25-Jährige bei der »70,3 WM« in St.George in Utah.

Der Begriff 70.3 bezieht sich dabei auf die insgesamt zurückzulegende Distanz von 70,3 Meilen = 113 Kilometer (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen), also die halbe Ironman-Distanz. »Ich habe mich von den Strapazen auf Hawaii ganz gut erholt und bereits wieder mit dem Training begonnen«, beschreibt der junge Triathlet seine derzeitige Verfassung.

Nach Abschluss des letzten Trainingsblocks, den er bei Freunden in Albuquerque/New Mexico absolvierte, geht es vier Tage vor dem Wettkampf per Auto in das rund 850 km entfernte St. George im Bundesstaat Utah, wo heute zunächst die Frauen, Profis und Altersklassen und am Samstag die Männer-Profis und alle männlichen Altersklassen am Start sein werden.

Geschwommen werden die 1,9 km im St. Hollow Reservoir, einem Stausee inmitten der Wüste nahe dem Zion-Nationalpark, wobei auf Grund des kalten Wassers Neoprenanzüge gestattet sind. Danach werden die Athleten auf dem Rad auf eine anspruchsvolle, mit mehr als 1000 Höhenmetern profilierte Strecke durch die Red-Rocks-Wüste geschickt, bevor zum Schluss der Halbmarathon in und um St. George, mit rund 200 Höhenmetern ebenfalls äußerst anspruchsvoll, auf dem Plan steht. »Die anspruchsvolle Radstrecke kommt mir, als relativ starkem Radfahrer, zwar entgegen, die hügelige Laufstrecke hält für mich jedoch einige Herausforderungen bereit«, beschreibt der Gießener seine Gefühlslage vor seiner zweiten WM-Teilnahme innerhalb von vier Wochen. Mit mehr als 400 Mitstreitern in der M25 bis 29 Altersklasse bekommt er es dabei zu tun, darunter Matthew Marquardt aus Cincinnati/Ohio/USA, amtierender Weltmeister über die volle Ironman-Distanz auf Hawaii, wo er sich den Titel in unglaublichen 8:35 Stunden sicherte. Eine Prognose zum Abschneiden Größers im Weltklasse-Feld der 70.3 Starter fällt schwer, sollte er sein Potential jedoch abrufen können, müsste auch hier ein Top Ten Resultat möglich sein.

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