1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Wollmert ragt heraus

Erstellt: Aktualisiert:

gispor_1301_tt_140122_4c
Wenn ein Doppel zur kurvigen Sache wird: Die Tischtennis-Titelkämpfe mit dem Fischauge betrachtet. © PeB

Gießen (red). »Ein außergewöhnliches Turnier in schwierigen Zeiten.« Mit diesen treffenden Worten eröffnete der Präsident des Hessischen Behinderten- und Rehasportverbandes, Heinz Wagner, die Hessenmeisterschaften im Para-Tischtennis in Heuchelheim. Behindertensportler aus ganz Hessen gaben sich bei dem Turnier ein Stelldichein, ob im Rolli oder als sogenannte Steher mit unterschiedlichen Graden der körperlichen oder geistigen Behinderung.

Dabei fanden rund 40 Sportler den Weg nach Heuchelheim. Zwar fiel die Teilnehmerzahl geringer als in Vorjahren aus, doch war dies in Anbetracht der aktuellen Situation ein hervorragendes Ergebnis. Zu dieser Einschätzung kamLandestrainer Fabian Lenke, der das Turnier maßgeblich mit der Tischtennisabteilung der TSF organisiert hatte. Den fulminanten Start der Para-Hessenmeisterschaften markierte der Auftritt der »Uptown Girls«, einer Tanzformation aus Kinzenbach.

Unter den Turnierteilnehmenden befanden sich etliche Para-Sportler mit internationaler Erfahrung, allen voran der dreifache Paralympicssieger im Einzel, Jochen Wollmert. Er wird 2022 nach nunmehr 30 Jahren seine internationale Karriere beenden, hat sich aber auf nationaler Ebene noch einiges vorgenommen und will mit den TSF Heuchelheim noch einige Turniere gewinnen.

Turnierleiter Peter Heimscheid und Ismail Kocar von den TSF Heuchelheim sowie viele eifrige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Herausragend war Marlene Reeg, die ohne Satzverlust die Wettkampfklasse 6-10 gewann. In der AB-Klasse der Damen gab es durch Christine Lenke einen von mehreren Gastgebersiegen. Bester »Rolli« wurde Jörg Didion, der alle fünf Begegnungen 3:0 für sich entschied. Eine Überraschung gelang TSF-Spieler Andreas Bernhardt, der das Spiel um Platz 2 gegen Max Zuber gewann. Herausragend der mehrfache Paralympicssieger Jochen Wollmert, der seiner Favoritenrolle in der Wettkampfklasse 6/7 gerecht wurde.

Auch interessant