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Wütend über Harz-Frage

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Gießen (mol). Zum ersten Mal in diesem Jahr greifen zwei heimische Vertreter der Frauenhandball-Oberliga nach der Kugel und müssen dabei unisono auswärts antreten. Sowohl für die TSG Leihgestern (in Felsberg) als auch den TV Hüttenberg (in Sand) geht es dafür am Samstagabend auf stattliche Fahrten hinauf ins Nordhessische.

Eintracht Böddiger - TSG Leihgestern (Samstag, 17 Uhr, Stadtsporthalle Felsberg): Nach der Partie in Launsbach Anfang Dezember geht es für die TSG zum Jahresauftakt nach Felsberg und damit in eine weitere Halle, in der keine Haftmittel verwendet werden dürfen. Worüber Leihgesterns Trainerin ihrem Ärger Ausdruck verleiht. »Die Leute, die diese Entscheidungen treffen, müssten mal diese Bedingungen haben. Immer wieder umstellen, eine Woche mal mit Harz zu trainieren, dann wieder eine ohne. Das macht mich einfach nur noch wütend«, beschreibt Jonna Jensen.

Rein tabellarisch befindet sich deren Team vor dem ersten Spiel des Jahres in der Favoritenrolle und konnte gegen das Staffel-Schlusslicht auch einen überdeutlichen Hinspielerfolg feiern (39:16). Doch nicht nur die Umstellung wegen des Harzes macht Jensen zu schaffen. »Die Vorbereitung lief bescheiden. Wir müssen schauen, dass wir möglichst viele Spielerinnen fit bekommen, aber wir sind aktuell nicht in Topform und werden auch nicht in Bestbesetzung antreten können«, so die TSG-Trainerin.

HSG Hoof/Sand/Wolfhagen - TV Hüttenberg (Samstag, 19 Uhr, Schulsporthalle Sand): Nach der coronabedingten Absage der Partie des vergangenen Wochenendes greifen die Damen des TV Hüttenberg nun wieder ins Spielgeschehen ein. Die Dreier-HSG war dagegen in einer Nachholpartie unter der Woche bereits gefordert und unterlag bei der SG Kirchhof II mit 21:25.

Dennoch führt das Team aus Nordhessen die Staffel mit 10:4 Zählern weiterhin an. Im Hinspiel unterlagen die Hüttenbergerinnen in eigener Halle mit 19:21, das Endergebnis zeigt dabei die Probleme Anfang November deutlich auf. »Wir haben die Partie damals ganz klar wegen mangelnder Wurfqualität und Torgefahr verloren, in den letzten Spielen aber gezeigt, dass wir uns in dieser Hinsicht verbessert haben«, so TVH-Coach Peter Tietböhl, der daher ergänzt. »Wir fahren mit großer Motivation in den Norden und wollen die Punkte dort mitnehmen!«

Die Trainingsinhalte bestanden zuletzt darin, den beruflichen Ausfall von Lisa Naumann zu kompensieren, auch wenn Urlaube und die Coronaproblematik die Durchführung der Einheiten nicht einfacher gemacht haben.

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