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»Zahle das Vertrauen zurück«

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Von: Rolf Birkhölzer

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Zeigt immer vollen Einsatz für seinen SC Waldgirmes: Felix Erben (l.). Foto: Bär © Bär

Waldgirmes. Fußball-Hessenligist SC Waldgirmes überraschte am vergangenen Wochenende mit einem 6:2-Erfolg beim Tabellensechsten Rot-Weiß Walldorf. Großen Anteil am verdienten Sieg hatte Angreifer Felix Erben, dem beim Team aus dem Kreis Groß-Gerau ein Dreierpack gelang. Der 29-jährige studierte Betriebswirt, der im Citroen/Suzuki-Autohaus seines Vaters in Wetzlar arbeitet, erzielte damit seine Saisontreffer zwölf bis 14 und rangiert in der Liga-Torschützenliste aktuell hinter Toni Reljic (Türk Gücü Friedberg), der bisher 16 mal getroffen hat, auf Platz zwei.

Und dabei hat Felix Erben - der das Kicken in der Jugend des VfB 1900 Gießen gelernt hat und neben dem VfB auch noch die TSG Wieseck, den FSV Fernwald, Eintracht Stadtallendorf, Wieseck und erneut Fernwald (wo er zusammen mit seinem Bruder Daniel spielte) sowie seit vorletzter Saison den SC Waldgirmes in seiner Vita stehen hat - vier Ligapiele wegen Verletzungen und einer Gelb-Rot-Sperre verpasst. Im Interview blickt unserer »Spieler der Woche« auf die turbulenten letzten Wochen zurück.

Felix, wie kam es zu den drei Treffern in Walldorf?

Ich habe bisher schon konstant getroffen und in Walldorf habe ich auch wieder gute Bälle von meinen Mitspielern bekommen. Ohne ein funktionierendes Team gibt es keinen Erfolg für den Einzelnen. Die Mannschaft steht über jedem Erfolg.

Fühlen Sie sich in guter Form momentan?

Ich fühle mich annähernd bei 100 Prozent. Wir hatten ein straffes Programm zuletzt, und da hatte ich einige Wehwehchen. Aber ich achte sehr auf meine Gesundheit und halte mich täglich fit. So stehe ich regelmäßig morgens um 5.30 Uhr auf, um noch vor der Arbeit mein Programm im Fitnessstudio zu absolvieren. Ich war auch noch nie schwer angeschlagen, hatte immer nur kleinere Verletzungen.

Welches der bisher 14 Tore war das schönste?

Das dritte Tor in Walldorf. Da habe ich den Ball mit meinem schwächeren Fuß per Vollspann oben in den Winkel geschossen.

Was war die beste Torausbeute bisher in Ihrer Karriere?

28 Tore waren es im Aufstiegsjahr von der Verbandsliga in die Hessenliga mit dem FSV Fernwald, zwei Jahre vorher 2015 in der Gruppenliga habe ich für den FSV 38-mal ins Netz getroffen.

Fühlen Sie sich beim SC Waldgirmes wohl?

Ein Stürmer braucht vom Trainer Bestätigung und Vertrauen - und das bekomme ich von Mario Schappert. Er steht zu 100 Prozent hinter mir und das zahle ich mit Leistung und Toren zurück. Ich spiele sehr körperlich, und wenn ich dann mal eine kleine Pause brauche, bekomme ich die vom Trainer. Es stimmt zwischenmenschlich sehr gut zwischen uns.

Haben Sie immer schon im Angriff gespielt?

Schon immer, aber in Fernwald auch auf der Außenposition. Aber zentral ist meine Lieblingsposition.

Sie stehen mit dem SC Waldgirmes derzeit auf Platz zwölf. Ist das okay?

Wir wollten einen soliden einstelligen Tabellenrang, so zwischen Platz sechs und neun. Und da gehören wir dank unserer Qualitäten auch hin. Wir haben einige Punkte unnötig liegen gelassen, wie zum Beispiel beim 3:4 in Griesheim, wo wir schon 3:0 geführt hatten. Aber wir hatten jede Woche aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle eine andere Aufstellung.

Und was ist noch möglich in dieser Saison?

Wir wollen früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben. In der Hessenliga geht es sehr eng zu, da kann jeder jeden schlagen. Vor der Winterpause wollten wir noch sieben Punkte holen: Drei aus Walldorf haben wir, jetzt gegen Unter-Flockenbach, in Friedberg und gegen Steinbach II sollen also noch mindestens vier her.

Felix Erben (SC Waldgirmes)

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