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Zinnel erweist sich als Lollarer Albtraum

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Lollar (mol). Im Kampf um den Klassenerhalt in der Männerhandball-Landesliga (Mitte) hat die HSG Lollar/Ruttershausen nicht nur eine große Chance verpasst, Boden auf die Konkurrenz Boden gutzumachen, sondern im Gegenteil einen herben Rückschlag erlitten.

HSG Lollar - TG Friedberg 26:32

In eigener Halle musste sich das Team von Trainer Dino Dragicevic nämlich dem bisherigen Tabellenschlusslicht TG Friedberg mit 26:32 (14:209 geschlagen geben.

Mit einem Erfolg hätten die Buderusstädter gleich zwei Plätze gut machen können, durch die Niederlage zogen die Gäste allerdings vorbei, sodass die HSG nun sogar die »rote Laterne« in Händen hält. Ausschlaggebend für die Niederlage war eine schwache erste Halbzeit, in der die Gastgeber 20 Gegentreffer einstecken mussten. Zu Beginn waren die Hausherren, die auch die beiden vorangegangenen Partien der Abstiegsrunde verlorengeben mussten, noch gut im Spiel und lagen nach Jan Reuschlings Treffer mit 5:4 (8.) in Führung.

Doch weitere acht Minuten später sah die Lage in der Sporthalle Süd schon völlig anders aus, denn das Team des ehemaligen Langgönser Coaches Micha Razen hatte zu einem 7:1-Lauf angesetzt und durch den bärenstarken Marco Zinnel, dem in der ersten Hälfte neun Tore gelangen, eine 11:6-Führung herausgeworfen.

Keinen Zugriff

Weil die HSG-Defensive in Hälfte eins überhaupt keinen Zugriff bekam und in den ersten 30 Minuten dann die eingangs erwähnten 20 Gegentreffer hinnehmen musste, lag Friedberg auch zur Pause klar in Führung (20:14).

Die Halbzeit und die klare Ansprache Dragicevics schien dann die Lebensgeister bei den Gastgebern geweckt zu haben, die binnen fünf Minuten den Rückstand halbieren und durch einen Treffer von Christian Weidner auf 18:21 verkürzen konnten.

Auszeit

Razen reagierte, nahm eine Auszeit, justierte sein Team neu und hatte damit Erfolg, denn die Hausherren blieben dann nur noch bis zum 20:23 (39.) in Schlagdistanz, ehe Friedberg einen Zwischenspurt einlegte, bis zur 45. Minute wieder auf 27:21 davonzog und damit bereits für die Vorentscheidung gesorgt hatte.

In der Schlussphase kam Lollar/Ruttershausen dann nicht mehr näher als auf fünf Treffer (22:27, 47., 24:29, 53.) heran, sodass die Friedberger den Vorsprung am Ende locker über die Zeit schaukeln und einen wichtigen Auswärtssieg bejubeln konnten.

Lollar/Ruttershausen: Dud, Moutopoulos - Puhl, Hümmer, Kern, Rühl, Sharif Pour, Zapf (3), Omicevic, Weidner (7), Los Santos (8/4), Reuschling (3), Breser (5), Lindenthal.

Friedberg: Balasz, Biaesch - Durchdewald, Zinnel (12), Ploner (2), Jonscher, Mlilius (3), Reeb (2), Methner (6), Seibert, Engel (4), Cadar (3/2), Weide.

Schiedsrichter: Krick/Scholl (Darmstadt/Rüsselsheim). - Zeitstrafen: fünf (Reuschling zwei, Hümmer, Los Santos, Lindenthal) - drei (Ploner, Reeb, Cadar). - Siebenmeter: 4/4 - 2/2.

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