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Zu ruhig, zu langsam

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Festgemacht: Auch Noel Benjamin Höpfner von den Mittelhessen Youngsters hat es schwer gegen Horneburg. © Bär

Dutenhofen. Der Viertelfinal-Einzug im DHB-Pokal wird eine Mammutaufgabe für die Mittelhessen Youngsters. Das Team der beiden Trainer Mario Weber und André Ferber unterliegt im Achtelfinal-Hinspiel dem VfL Horneburg vor heimischer Kulisse mit 23:27 (12:13).

Mittelhessen Young. - VfL Horneburg 23:27

280 Zuschauer im Sportzentrum Hüttenberg sahen einen ausgeglichenen Beginn, beide Teams tasteten sich zunächst etwas ab, ehe die Partie ab der 20. Minute nach dem 8:8 durch Florian Datz richtig in Fahrt kam.

Leider waren es aus Youngsters-Sicht aber die Gäste, die zunächst das Momentum auf ihrer Seite hatten und mit 12:9 (24. Min.) in Führung gehen konnten. Auf Seiten der Youngsters waren es vor allem Florian Datz (3 Treffer am Stück), der für die Tore sorgte und der eingewechselte Torhüter Luis Wehrum, (3 Paraden am Stück) die dafür sorgten, dass es lediglich mit einem 12:13-Rückstand in die Kabinen ging. »Uns haben bis zum Ende der ersten Halbzeit die Emotionen im Spiel gefehlt, damit haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht«, kommentierte Weber den ersten Durchgang.

Die zweite Halbzeit startete hektisch auf beiden Seiten und auch die jungen Schiedsrichter ließen sich phasenweise davon anstecken. Die Folge waren zahlreiche Zweiminuten-Strafen mit denen der VfL Horneburg besser umzugehen wusste. Binnen acht Minuten zogen die Gäste, nachdem zunächst erneut Datz für das 13:13 gesorgt hatte, auf 20:16 davon und zwangen die Youngsters zu einer Auszeit. »Wir haben in vielen Situationen nicht die richtige Absprache gehabt, sind nicht ins Tempospiel gekommen und haben es nur selten geschafft gegen die 5:1-Abwehr des VfL auf den Punkt zu spielen. Dazu ist es uns nicht gelungen, die groß gewachsenen Rückraumspieler weit genug vom Tor wegzuhalten, was natürlich auch richtig schwer ist«, sagte Weber. Er meinte damit die VfL-Akteure Hagedom und Gerkens, die von den Youngsters nie zu stoppen waren und 14 Treffer zusammen markierten. Weil ihr Team auch nach der Auszeit in der 40. Minute offensiv noch zu ideenlos agierte, legten Weber und Ferber nur fünf Minuten später erneut die grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichts.

Mutmacher

Diesmal half die Auszeit besser, vor allem Luis Jung wurde offensiv nun zum Faktor und sorgte mit drei Treffern in Folge für den 20:21-Anschluss. Weil die Gäste aus der Nähe von Hamburg aber immer wieder Lücken im Defensivverbund der Youngsters zu nutzen wussten, blieb es nur ein kurzer Hoffnungsschimmer. Da auch der letzte Angriff der Mittelhessen nicht erfolgreich endete, stand am Ende eine klare 23:27-Niederlage zu Buche, die es im Rückspiel am kommenden Samstag zu drehen gilt.

Aufgegeben haben die Youngsters natürlich noch nicht, wohlwissend um die Schwere der Aufgabe. »Heute ist nicht das eingetreten, was wir uns erhofft haben, wir wussten, was Horneburg für ein unbequemer Gegner ist. Das war aber keine gute Leistung von uns, auch wenn wir personell etwas improvisieren mussten. Wir werden jetzt unsere Lehren daraus ziehen, gut trainieren und am kommenden Samstag auch mit vier Toren Rückstand versuchen, das Achtelfinale noch zu drehen«, machte Weber seiner Mannschaft Mut.

Mittelhessen Youngsters: Werum, Herrmann, Gast, Jung 3, Hoepfner 4, Finkeldey 3, J. Weimer 1, Smolka, Datz 6/1, Spandau 1, T. Weimer 2, Stoppel 3

VfL Horneburg: Maerz, Rodat, Motzkus 2, Düselder, Aukschlat, Weiß 6, Gerkens 3, Hagedorn 11, Meinke, Kortstegge 1, Lüer 2, Witschel 2, Fürste

Zuschauer: 280 - Schiedsrichter: Cesnik/Konrad - Zeitstrafen: 12:8 Minuten

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