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Zum letzten Mal rollt der Gruppenliga-Ball

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Die TSG Wieseck um Janik Schwarz blickt auf ein erfolgreiches Fußballjahr 2022. Zum Ausklang sollen drei weitere Zähler auf das Punktekonto wandern. Foto: Bär © Bär

Gießen (mol). Zum letzten Mal im Fußballjahr 2022 kämpfen die 18 Mannschaften der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg um Tore und Punkte und absolvieren in einem vollgepackten Halbjahr ihre zumeist 21. Partie. Im Einsatz sind daher auch nochmal alle heimischen Vertreter, von denen sich die TSF Heuchelheim und der FC Gießen II bereits am Samstagnachmittag in einem Gießener Sportkreisduell gegenüberstehen.

Während Schlusslicht SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen am Sonntagnachmittag zur schweren Auswärtspartie zum Fünften SpVgg. Leusel reisen muss, wartet auf den MTV 1846 Gießen zuhause noch ein »Sechs-Punkte-Spiel« gegen den Tabellennachbarn SG Waldsolms. Seine bärenstarke Saison krönen will die TSG Wieseck, auf die beim FC Cleeberg aber zum Jahresabschluss keine leichte Aufgabe wartet.

Samstag, 16 Uhr

TSF Heuchelheim - FC Gießen II: Kaum etwas zu bemängeln gab es bis nach Spieltag 16 an der Heuchelheimer Saison. Elf Siege in diesem Zeitraum ließen die Marx/Pauly-Elf bis Anfang November an Aufstiegsplatz zwei schnuppern. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kurz vor der Winterpause nahmen sich die Turn- und Sportfreunde aber ihre erste Krise. Drei Niederlagen am Stück und der Spielausfall der vergangenen Wochen führten dazu, dass die TSG Wieseck nun schon auf 13 Punkte enteilt ist. Um zumindest den Anschluss an den Tabellendritten VfB Wetter zu wahren, wäre ein Sieg im Sportkreisduell gegen die Gießener von großer Bedeutung. Doch trotz einer guten Heimbilanz und sechs Siegen aus zehn Partien ist Vorsicht angesagt, denn im Hinspiel brachte der Verbandsliga-Absteiger den Heuchelheimern die erste Saisonniederlage bei (1:2).

Allerdings fehlt beim FC Gießen II nicht nur neben (mit Mario Pitz nimmt bereits der vierte Trainer im Laufe dieser Saison auf der FCG-Bank Platz), sondern auch auf dem Spielfeld die Konstanz. Feierte Gießen vor 14 Tagen im zehnten Auswärtsspiel dank des 3:1-Erfolges beim MTV 1846 Gießen noch den ersten Sieg in der Fremde, ging die darauffolgende Partie gegen den FSV Braunfels am vergangenen Sonntag mit 1:3 verloren. Mit einem Erfolg könnte der Verbandsliga-Absteiger aber nicht nur wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln, sondern die Abstiegsplätze verlassen.

Sonntag, 15 Uhr

SpVgg. Leusel - SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen: Zum letzten Mal wird Dennis Frank auf der Bank der Lumdataler Platz nehmen, mit der Partie bei der SpVgg. Leusel beendet der 41-Jährige sein Engagement bei den Lumdatalern - zumindest als Coach. Für die Dreier-SG wird das Gruppenliga-Jahr aber auf dem letzten Platz enden, bei aktuell 13 Punkten Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz kann KOA in der Rückrunde nur noch ein Fußball-Wunder den Klassenerhalt bescheren. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre der erste Auswärtssieg der Saison. Doch dass der Erfolg ausgerechnet beim Tabellenfünften gelingt, ist zumindest schwer vorstellbar, denn Leusel konnte acht seiner letzten neun Partien für sich entscheiden und gewann seine letzten vier Heimspiele bei 17:3 Toren.

Sonntag, 15.45 Uhr

MTV 1846 Gießen - SG Waldsolms: Eine ganz wichtige Partie wartet zum Abschluss des Jahres auf die Männerturner, denn am heimischen Heegstrauchweg empfängt die Delle-Elf mit Waldsolms einen Kontrahenten, der nur einen Punkt hinter den Gießenern rangiert. Diese mussten bereits im letzten »Sechs-Punkte-Heimspiel« gegen den FC Gießen II vor 14 Tagen einen bittere 1:3-Niederlage einstecken, bewiesen aber in der vergangenen Woche große Moral und kamen nach einem frühen 0:2-Rückstand beim SV Bauerbach noch zu einem 3:3-Unentschieden. Waldsolms, ebenso wie der MTV in dieser Saison von vielen Ausfällen gebeutelt, kommt mit der Empfehlung eines 4:0-Erfolges gegen die SG Eschenburg nach Gießen, konnte auswärts in seinen bisherigen neun Partien aber erst einen einzigen Sieg feiern. Und wenn es nach dem MTV geht, dann kann die Begegnung am Sonntag sicherlich enden wie das Hinspiel, Ende Oktober sorgte Soufian Ouassini mit seinem Tor nämlich für einen 1:0-Erfolg.

Sonntag, 16 Uhr

FC Cleeberg - TSG Wieseck: Auch wenn es aus Wiesecker Mündern noch nicht zu hören war, so dürfte der Aufsteiger sein vor der Saison ausgegebenes Ziel »Top Fünf« wohl nach einem überragenden Jahr 2022 in der Winterpause nach oben korrigieren. Unabhängig vom Ausgang der letzten Partie nehmen die Mannen von Stefan Frels und Martin Selmo nämlich mindestens einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz mit ins neue Jahr. Allerdings spricht derzeit kaum etwas dagegen, dass es auch die aktuellen zehn oder mehr Punkte Vorsprung sein könnten, denn die Wiesecker konnten die letzten neun Gruppenligapartien allesamt für sich entscheiden. Auch im Hinspiel Anfang September zeigte der Aufsteiger seine Klasse und schlug den Verbandsliga-Absteiger an der Philosophenstraße mit 5:2. Die Cleeberger um Trainer Stefan Hocker, der im Laufe der Runde viele Ausfälle zu beklagen hatte, stehen derzeit im Tabellenmittelfeld (neun Siege, acht Niederlagen), konnten beim heimstarken FC Ederbergland II zuletzt aber einen 3:2-Erfolg feiern.

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