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Zum Satzende geht die Luft aus

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Die Halle ist gut besucht, die Annahme von Gießens Benjamin Budzwinky passt, nur mit einem Heimsieg gegen den TV Biedenkopf soll es am Ende nicht so klappen. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (ral). Der Tabellenführer der Volleyball-Oberliga aus Biedenkopf erwies sich am vergangenen Wochenende als zu stark, sodass der USC Gießen nach seiner dritten Niederlage im fünften Spiel weiterhin in der unteren Tabellenhälfte festhängt. Dafür weiß aber die USC-»Dritte« weiterhin zu marschieren: In der klassentieferen Landesliga wurden alle Punkte aus Bergshausen entführt.

Die Gießener feierten damit in seinem vierten Spiel den vierten Sieg.

Oberliga Männer

USC Gießen - TV Biedenkopf 1:3 (19:25, 25:20, 17:25, 22:25): Gegen den Tabellenführer kamen die Gastgeber besser aus den Startlöchern und führten nach der ersten Rotation mit 8:5. Beim 11:11 hatte dann aber Biedenkopf gleichgezogen und übernahm nun zunehmend die Kontrolle über das Geschehen. »Wir haben die Bälle nicht mehr totgekriegt und mit den Aufschlägen zu wenig Druck gemacht«, sah Johannes Lottner die Ursache für die Entscheidung in diesem Satz.

Im zweiten Satz schien sich das fortzusetzen (8:12). Beim 14:18 kam Philipp Kunze an den Aufschlag und sorgte mit einer Serie zum 22:18 für die Wende in diesem Durchgang. »Plötzlich sind deren Außen nicht mehr durchgekommen«.

Doch im dritten Satz wendete sich das Blatt erneut. »Biedenkopf hatte eine stabile Annahme, der wir einfach zu wenig Schwierigkeiten bereitet haben. So sind die Sätze dann immer weggedriftet. Wenn es eng wurde, hat Biedenkopf seinen Diagonalspieler gesucht, und den haben wir nicht in den Griff bekommen. Auch mit seinen Aufschlägen hatten wir Probleme.«

Im vierten Satz hielt der USC besser mit, dann schenkte bei einer ungünstigen Aufstellung der Diagonalspieler fünf Aufschläge ein, machte aus Gästesicht aus dem 16:17 ein 21:17 und sorgte für die Vorentscheidung. »Wir sind trotzdem nicht unzufrieden, haben gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ein gutes Spiel gezeigt. Sie waren zum Satzende immer nervenstärker und wir hatten zu viele Hängephasen.« Coach Adrian Wroblewski brachte alle zwölf Akteure zum Einsatz. Der USC findet sich momentan als Tabellenachter abstiegsgefährdet und muss am 29. Oktober zum Tabellenzweiten nach Darmstadt reisen.

USC Gießen: Lottner, Focking, Golombek, Klinger, Calisir, Clotz, Budzinsky, Hünnekes, Schulz, Aden, Koslowski, Kunze.

Landesliga Männer

FSV Bergshausen USC Gießen III 0:3 (17:25, 23:25, 23:25): Wieder musste der USC ohne den frischgebackenen Senioren-Vizeweltmeister Hannes Hübner antreten, dazu kam das Fehlen der Routiniers Stefan Eder und Siggi Klingelhöfer. Trotzdem leistete sich Spielertrainer Dirk Schneider den Luxus, das Spiel von außen zu coachen und die Zuspielposition Tim Schwab anzuvertrauen.

Nach dem 12:8 im ersten Satz baute der USC die Führung kontinuierlich aus und gewann diesen Durchgang ungefährdet. Vielleicht fühlten sich die Gäste zu sicher, im zweiten Satz schlichen sich Ungenauigkeiten im Spielaufbau und Angriff ein. Doch Schneider hielt an seiner Aufstellung fest, seine Ruhe übertrug sich auf das Team, das den zweiten Versuch zur 2:0-Satzführung nutzte.

Im dritten Satz verletzte sich Mittelblocker Alexander Schuch, was aber nur kurzzeitig für Unruhe sorgte. Schneider kam ohne Auszeit aus, nach engem Spielverlauf verwandelte Außenangreifer Vitalij Stumpf den finalen Angriffsschlag.

»Es wäre schön, wenn die Tabelle so bis zum Ende bleibt«, schmunzelte Johannes Weiß über die Tabellenführung, mit der vor Rundenbeginn so keiner gerechnet hatte.

USC Gießen III: Opitz, Schuch, Stumpf, Schneider, Schwab, Erber, Weiß, Debus, Wirarak.

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