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Zuviel an Bundesliga-Erfahrung

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Grünberg (zye). Beim Zweitliga-Derby in der heimischen Theo-Koch-Sporthalle war für die Bender Baskets Grünberg um Trainer René Spandauw gegen Marburg nichts zu holen. Das lag vor allem an einem erfahrenen Dolphins-Kader mit vielen Erstliga-Spielerinnen, die keine Unterbrechung und somit viel Spielpraxis hatten, erläuterte der Baskets-Coach.

Baskets Grünberg - Dolphins Marburg 52:70

»Unsere Leistung war dennoch gut, schließlich trat Marburg mit fünf Spielerinnen aus der ersten Liga an«, verteidigte Spandauw die Leistung seiner jungen Baskets. Da sei auch eine Menge Respekt, wenn nicht sogar Angst, vor der hohen Qualität der Erstliga-Korbjägerinnen im Spiel gewesen. 18 Punkte Unterschied am Ende müsse man da noch positiv bewerten, so der Coach. Nur die erfahrene Olivia Nash (16 Punkte, elf Rebounds) kam mit dem Druck der treffsicheren Marburgerinnen zurecht - trotz ihrer langen Verletzungspause.

Die Dolphins trafen von allen Positionen grundsolide, holten wesentlich mehr Rebounds und dass obwohl sie fast doppelt so viele Turnover hatten. Marburgs Defense zwang Grünberg zu schwierigen Würfen, so dass sie nur auf 33 Prozent aus dem Feld kamen. Von 15 Dreierversuchen traf nur ein einziger von Isabell Meinhart, der Rückkehrerin in den Baskets Kader.

Beachtliche zwölf Punkte und sechs Rebunds steuerte noch Lena Dziuba bei, doch dann kam da nicht mehr viel von Grünberg. Neuzugang Venla Varis hielt sich bei ihrem Debütspiel (ohne Zuschauer) in der Zweitliga Nord noch zurück.

»Das darf man ihr nicht vorwerfen, es war eben ihr erstes Spiel in dieser Liga. Trotzdem haben wir als Team überhaupt nicht gut geworfen. Eine bessere Wurfquote von der Dreierlinie hätte daraus schon ein enges Spiel gemacht«, kommentierte Spandauw.

Marburg nahm das Heft schon Mitte des ersten Viertels - nach einem Zwölf-Punkte-Lauf - in die Hand. Danach sollten es die Gäste es auch nicht mehr abgeben. Ab dem zweiten Durchgang hatten sie stets ein komfortables Punktekissen, auf dem sie sich ausruhen konnten.

Dafür sorgten vor allem Sarah Lückenotte (20 Punkte), Theresa Simon (17 Punkte) und Johanna Klug (zehn Punkte, zehn Rebounds, vier Assists). »Sie hatten eine Menge Rhythmus und Sicherheit in ihrem Spiel. Eben das was uns fehlt«, lautet die Erkenntnis aus der Begegnung vom Baskets-Trainer. Insgesamt sei es ein Prozess bis die neuen Elemente im Spiel der Baskets integriert seien.

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