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Zwei Jahre Pause sind genug

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Mit optimistischem Blick auf die anstehende Pfingstregatta: Hartmut Sorg (r.) und Christian Momberger. Foto: Schepp © Schepp

Gießen . »Nicht nur bei uns sind alle froh, dass wir seit dem Frühjahr fast wieder den normalen Stand erreicht haben.« Hartmut Sorg weiß um den Stellenwert der 110. Auflage der Gießener Pfingstregatta auf der Lahn.

Die zwei Jahre Pause durch die Corona-Pandemie haben auch dem Rudersport zugesetzt. Dafür laufen die Vorbereitungen für die neuerliche Auflage der Drei-Tages-Veranstaltung über Pfingsten auf Hochtouren, wie der Vorsitzende des Regattavereins zusammen mit seinem Schriftführer Christian Momberger berichtet.

Abstriche müssen allerdings gemacht werden. Während die im Regattaverein zusammengefassten Gießener Vereine Rudergesellschaft (GRG), RC Hassia, WSV Hellas sowie Ski- und Kanu-Club in den Jahren bis 2019 von einem Teilnehmer-Rekord zum anderen zu eilen schienen, hat sich diesmal das Feld gelichtet. »Es haben sich rund 30 Prozent weniger gemeldet«, berichtet Christian Momberger.

Marc Weber am Start

Doch das zeugt nicht von Antipathie gegenüber der Regatta auf der Lahn. »Durch Corona haben einige abgesagt. Und deshalb sind in den vergangenen zwei Jahren auch einige abgewandert oder haben gar nicht mit dem Rudern angefangen«, gibt Hartmut Sorg Einblick in die Ruderszene. Was auch auf die heimischen Vereine zutrifft. Bei der GRG und der Hassia sehe es im Blick auf die Kinder und Jugendlichen ebenfalls »sehr mau« aus. Erstaunlicherweise sei der WSV Hellas von dieser Entwicklung kaum betroffen.

Erwartet werden neben Lokalmatador und Olympia-Teilnehmer Marc Weber (beim Lahnpokal-Einer und im Sprint-Cup) auch wieder der Gießen-Achter und weitere renommierte heimische Starter. Überraschend viele Frauen-Achter hätten gemeldet, berichten die Organisatoren.

Doch es gibt genügend Rennen und es dürfen immer wieder spannende Ausgänge auf der für viele ungewohnten Naturstrecke auf der Lahn mit dem Ziel zwischen GRG-Bootshaus und Hassia-Gelände erwartet werden.

Während es am Samstag und am Sonntag über die 1000 Meter-Distanz geht, sind am Montag die Sprint-Rennen über 350 Meter angesagt. Der erste Start findet am Samstag um 10 Uhr statt, das letzte Rennen ist für 17.45 Uhr angesetzt. Am Sonntag geht es um 8.45 Uhr los und soll um 18.35 Uhr mit dem Großherzogspreis-Rennen der Achter die letzte Entscheidung fallen. 8.45 Uhr ist auch am Montag der Auftakt, hier beschließt um 15.24 Uhr der Hessen-Preis der Achter das Regatta-Wochenende. Dazwischen ruht um die Mittagszeit das Geschehen auf der Lahn für jeweils eine Stunde.

Durch die geringere Meldezahl entspannt sich die Situation während der Rennen etwas. Denn die Regattaleiter Markus Ihlo und Urs Weber haben nun an den ersten beiden Tagen vier Minuten Zeit zwischen jedem Rennen, am Sprint-Montag bleibt es bei den drei Minuten Abstand.

Insgesamt werden 314 Läufe gestartet und liegen 820 Meldungen vor. 58 Vereine stellen dabei an den dreit Tagen über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

58 Vereine, 314 Läufe

Die Zwei-Jahre-Zwangspause schien auch anderswo für Probleme zu sorgen: an der Helferfront. »Durch die Pause waren viele aus dem Rhythmus raus«, ist Hartmut Sorg aber inzwischen optimistisch, dass es keine personellen Lücken geben wird. »Das wird schon.«

Auch die Einschränkungen durch das Hygiene-Konzept sind überschaubar. Nur am Regattabüro, das diesmal nicht betreten werden darf, ist Maskenpflicht angesagt.

So dürften auch wieder die Freiflächen rund um die Regattastrecke mit zahlreichen zeltenden Gästen gefüllt sein. Zudem hätten wie gewohnt etliche Vereine wegen der Unterbringung in nahen Sporthallen nachgefragt.

Und auf den beiden Seiten des Flusses werden an allen drei Tagen zahlreiche Flaniergäste erwartet. Auch die Besucher der 110. Pfingstregatta dürften froh sein, dass die Ruderer fast wieder den normalen Stand erreicht haben.

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