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Zwei Solak-Tore buchen Ticket für den OFC

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Fernwald. Die Offenbacher Kickers können kommen! Der FSV Fernwald hat im Achtelfinale des Fußball-Hessenpokals Türk Gücü Friedberg mit 2:1 (2:0) aus dem Wettbewerb geworfen und erwartet nun den Traditionsclub und ehemaligen Bundesligisten - der bis in die Regionalliga abgerutscht ist - zur Viertelfinalpartie.

FSV Fernwald - Türk Gücü Friedberg 2:1

»Wir wollten unbedingt dieses lukrative Spiel gegen Offenbach. Nun bin ich sehr erleichtert. Wir haben mit brutalem Einsatz gegen einen starken Gegner alles getan, um zu gewinnen. Am Ende war der Wille entscheidend«, freute sich FSV-Trainer Daniyel Bulut nach intensiven 95 Minuten auf dem Kunstrasenplatz in Steinbach.

Im Duell des gastgebenden Tabellenvierten der Hessenliga-Gruppe A und dem Neunten der Gruppe B, die beide mit ihren Winter-Neuzugängen Johannes Hofmann beim FSV und Masih Saighani bei Türk Gücü aufliefen, war die erste Halbzeit hauptsächlich von vier Höhepunkten geprägt. Die Gastgeber gingen bereits nach sechs Minuten in Führung, als ein Freistoß aus etwa 20 Metern von Erdinc Solak noch abgefälscht zum 1:0 im Netz des Türk-Gücü-Tores landete. In der 19. Minute knallten Samuel Sesay auf Fernwalder Seite und der Friedberger Peter Jost im Luftkampf unglücklich mit den Köpfen aneinander. Nach anfänglichem Bangen wurde Jost mit einer klaffenden Risswunde ins Krankenhaus gefahren, und Sesay konnte mit Kopfverband weiterspielen.

Sahin entschärft Michel-Strafstoß

Nach knapp einer halben Stunde dann 2:0-Führung für das Bulut-Team. Erneut war es Solak, der bei einem Konter in Überzahl nicht angegriffen wurde und das Leder nicht ganz unhaltbar versenkte. Ein erneutes für den FSV positives Highlight in der 35. Minute: Kevin Göbel rutschte bei einem Abwehrversuch im eigenen Strafraum aus und konnte anschließend den einschussbereiten Demyan Imek nur per Foul stoppen. Aber FSV-Keeper Mithat Sahin wehrte den vom Ex-Gießener Noah Michel etwas unplatziert geschossenen Strafstoß ab und verhinderte so den Anschlusstreffer des Gastes. Doch den konnte der lautstarke Friedberger Anhang kurz nach Wiederbeginn bejubeln, als Imek im Nachschuss eines vom Sahin abgewehrten Balles zum 2:1 traf.

Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber mit frühem Pressing den Gegner am Spielaufbau gehindert, konnten aber durch eigene Ungenauigkeiten und aggressives Attackieren von Türk Gücü kein Kapital daraus schlagen. Das hektische Geschehen war geprägt von Zweikämpfen schon im Mittelfeld. Torchancen blieben dabei Mangelware. Bis auf die 39. Minute, als Gästeakteur Murad Mahmudov alleinstehend zentral das Leder übers FSVTor setzte. Auf der anderen Seite lenkte TK-Keeper Felix Koob einen harten Kopfball von Tim Richter (45.) mit einer tollen Parade über den Querbalken lenkte.

Richter verpasst Vorentscheidung

Im zweiten Durchgang bekamen die Gäste durch den Anschlusstreffer etwas Oberwasser und suchten jetzt mit druckvollerem Spiel ihre Chance. Jeder Ball war hartumkämpft, der FSV erlebte jetzt eine Zitterpartie. Die hätte Richter eine Viertelstunde vor Schluss noch vermeiden können, aber bei seinem Solo auf den Gästekeeper zu, umspielte er zwar Koop, wurde aber dabei zu weit abgedrängt.

Trotz des Ausscheidens war Friedbergs Trainer Carsten Weber »sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, wie sie einen hohen Aufwand betrieben hat, aber nicht zufrieden bin ich mit dem Ergebnis.«

FSV Fernwald: Sahin - Kaguah, Sesay, Burger, Goebel (90. Dinler), Bender (63. Mukasa), Hendrich, Hofmann, Grönke, Solak, Richter (78. Markiewicz).

Türk Gücü Friedberg: Koob - Saighani, Henrich, Fukuhara (76. Yikilmaz), Dudda, Jost (21. Usic), Häuser, Imek, Schorr, Mahmudov, Michel.

Tore: 1:0 Solak (6), 2:0 Solak (29.), 2:1 Imek (49.). - Schiedsrichter: Radl (Biebesheim). - Zuschauer: 280. - Besondere Vorkommnisse: Imek verschießt Elfmeter (35., Friedberg).

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