Zwei Tore binnen 44 Sekunden

Bayreuth (wbe) Der EC Bad Nauheim hat eine mögliche (kleine) Krise in der Deutschen Eishockey-Liga 2 zum Jahresauftakt abwenden können. Nachdem die Badestädter zum Jahreswechsel im Hessenderby gegen die Kassel Huskies beim 2:4 (0:1, 0:0, 2:3) die zweite Niederlage in Folge eingesteckt hatten, zeigten sie sich am Sonntag bei den Bayreuth Tigers wieder gut erholt.

Bei der Truppe ihres ehemaligen Coachs Petri Kujala landeten die Roten Teufel einen ungefährdeten 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)-Erfolg, auch wenn es dazu einer gewissen Anlaufzeit bedurfte. Während Bad Nauheim seinen Spitzenplatz festigte, war es für Bayreuth bereits die achte Niederlage in den letzten neun Begegnungen.

Offensichtlich hatten die Bad Nauheimer am Sonntag noch die Kassel-Niederlage in den Köpfen, denn im ersten Drittel lief bei den Gästen in Bayreuth nach vorn wenig zusammen. Positiv war allerdings zu vermerken, dass die Roten Teufel in der Defensive sicher standen. »Das war auch zunächst unser erstes Ziel«, sagte hinterher Headcoach Harry Lange.

Nach der ersten Pause klappte es dann auch mit dem Toreschießen bei den Badestädter, die durch Robin van Calster mit einem Schuss an das Torgehäuse ihr erstes Ausrufezeichen setzten. Wenig später überraschte Huba Sekesi den Tigers-Keeper Timo Herden mit einem Handgelenkschuss zum 1:0 und Bad Nauheim setzte nach. Stefan Reiter verpasste nur knapp die Resultatsverbesserung, für die dann Tristan Keck verantwortlich zeichnete. Er schnappte sich im eigenen Drittel den Puck und war auch von Dani Bindels nicht mehr aufzuhalten. Der Anschlusstreffer der Bayreuther resultierte aus einer Kombination zweier Ex-Nauheimer. Marvin Ratmann hatte die Vorarbeit geleistet und Frederic Cabana musste nur noch vollenden.

Mit zwei schnellen Toren innerhalb von 44 Sekunden sorgte Bad Nauheim im Schlussabschnitt schließlich für die Entscheidung. Einen Schuss von Christoph Körner konnte Timo Herden noch abwehren, doch dann reagierte Taylor Vause bei der unübersichtlichen Situation am schnellsten und versenkte die Scheibe zum 3:1. Nach einer Strafzeit für Marvin Ratmann erzielte Christoph Körner per Direktabnahme den 4:1-Endstand. Danach ließ der EC Bad Nauheim in der Defensive nichts mehr zu. »Wir haben sehr kompakt verteidigt, so wünscht man sich das als Trainer«, zog Harry Lange abschließend ein positives Fazit.

Als wären die vielen Spiele über Weihnachten und den Jahreswechsel nicht schon genug, folgt in dieser Woche in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gleich wieder eine »englische Woche«, denn bereits am morgigen Mittwoch wird die Spielzeit mit dem 31. Spieltag fortgesetzt.

Bad Nauheim erwartet dabei um 19.30 Uhr im eigenen Stadion die Heilbronner Falken, die aktuell als Tabellenachter im Kampf um die Playoff-Plätze verstrickt sind. Der EC war in den beiden bisherigen Spielen jeweils in der Overtime mit 4:3-erfolgreich.

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