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Zweimal aus dem Nichts

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Von: Wolfgang Oelrich

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Hatte einiges zu sagen: Die Trainerin des TSV Klein-Linden, Janin Hocker, sprach nach dem 0:2 gegen den SV Gläserzell von der »bisher schlechtesten Saisonleistung«. Foto: Friedrich © Friedrich

Hessenliga: Klein-Linden verliert unnötig / Gruppenliga: Neuzugang glänzt bei FC Gießen

Gießen (woo). Der TSV Klein-Linden hat in der Fußball-Hessenliga der Frauen gegen Regionalliga-Absteiger SV Gläserzell eine vermeidbare 0:2-Niederlage kassiert. Dabei fielen beide Tore nach Standards.

Freude dagegen beim FC Gießen: Mit einem 4:1-Sieg gegen die SG Eschenburg sind die Fußballerinnen in der Gruppenliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Neuzugang Lena Lenzen erzielte die ersten beiden Tore.

TSV Klein-Linden - SV Gläserzell 0:2 (0:1): Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Striepecke und Mara Fugensi fehlten kurzfristig auch noch auch noch die erkrankten Laura Wickert, Felicia Wack und Luise Hertel. Kein Wunder, dass schlechte erste Kontakte und Abspielfehler die Anfangsphase prägten. Aber die Gäste machten es auch nicht besser. Während die »Linnesserinnen« langsam in die Partie fanden, war Gläserzell aus dem Spiel heraus total ungefährlich. Das 0:1 fiel in der 30. Minute nach einer Ecke. Eine SV-Stürmerin stand mutterseelenallein am langen Pfosten und köpfte den Ball in hohem Bogen ins Tor. In der 40. Minute konnte die Torfrau einen Schuss von Kira Lein nur abklatschen. Die Gläserzeller Verteidigung reagierte jedoch schneller als der Klein-Lindener Angriff.

Die zweite Halbzeit verlief ähnlich. Auch das 0:2 kam aus dem Nichts durch eine direkt verwandelte Ecke (80.). Keeperin Christina Schmaus machte dabei keine glückliche Figur. Angetrieben von der bärenstarken Susi Seelbach und Dauerläuferin Janina Thür, warf der TSV in den letzten Minuten nochmal alles nach vorn. Vergeblich. Trainerin Janin Hocker sprach von der »bisher schlechtesten Saisonleistung« und einer »unnötigen Niederlage«.

FC Gießen - SG Eschenburg 4:1 (3:1): Lena Lenzen münzte die spielerische Überlegenheit der Gießenerinnen mit einem Doppelpack in der 32. und 34. Minute in Tore um. Dann machte der FC sich das Leben mal wieder selbst schwer. Ein krasser Fehlpass im Spielaufbau führte zum 1:2 (39.). Nach der Pause ließen die Gastgeberinnen aber nichts mehr anbrennen. Blerina Dervishi (79.) und Henrike Groß (89.) machten den Sack allerdings erst spät zu. Trainer Andreas Schmid war nicht ganz zufrieden. »40 Minuten Fußball gespielt, fünf Minuten geschlafen«, brachte er die erste Halbzeit auf den Punkt. Lisa Hisserich musste nach einer guten Viertelstunde verletzt ausgewechselt werden. Schmid klang nicht sonderlich optimistisch, als er sagte: »Irgendwas am Knöchel oder Sprunggelenk. Wird wohl länger dauern.«

Doppeltorschützin Lena Lenzen ist erst seit Donnerstag für Gießen spielberechtigt. Gut eine Woche vorher tauchte die Studentin von sich aus im Training auf. Ihr gefiel es gut, und der FC beantragte das Zweitspielrecht, wogegen ihr alter Verein in Köln keine Einwände hatte. »Spielerisch ist Lena eine klare Verstärkung«, schwärmt Schmid.

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