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Zwischen den Extremen

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Fordert von seiner Mannschaft mehr Konstanz: Kinzenbachs Trainer Oliver Dönges. © Bär

Kinzenbach. »Wir müssen mehr Punkte holen als in der Hinrunde!« Die Forderung von Oliver Dönges, dem Trainer der SG Kinzenbach, ist vor dem Start in die Rückrunde der Fußball-Verbandsliga Mitte ebenso einfach wie verständlich. Denn Tabellenrang acht hört sich nicht schlecht an, ist aber nur scheinbar sicher, denn mit 22 Punkten liegt das Team aus dem Heuchelheimer Ortsteil nur vier Zähler vor den fünf möglichen Abstiegsplätzen.

Dennoch peilt Dönges wie schon vor der Runde einen einstelligen Tabellenplatz an und hält das auch für realistisch: »Das wäre auch ein Erfolg für den Verein«, sagt der Coach, der am Ende der Saison nach fünf Jahren Tätigkeit an der Krofdorfer Straße seinen Platz für Nachfolger Peter Bätzel räumen muss. Die SGK verlässt zum Saisonende auch Torwarttrainer Dominik Wagner nach drei Jahren.

Mit der rund sechswöchigen Vorbereitungszeit auf die Rückrunde kann Dönges (»Bescheiden und eher schleppend«) alles andere als zufrieden sein, denn immer wieder fehlten Spieler wegen Krankheit und Verletzung, sodass sogar Testspiele wie zuletzt bei der TSG Usingen wegen zu vieler fehlender Spieler abgesagt werden mussten. Und auch Dönges selbst fiel wegen einer Corona-Erkrankung zweieinhalb Wochen aus, sodass Co-Trainer Ingo Flechtner das Kommando übernahm.

Aber auch für den Rest der Saison könnte es personelle Probleme geben, denn mit Daniel Horn (TSG Leihgestern), Ertugrul Gündüz, Mecier Grouls (beide SG Birklar) und Janick Schlosser (SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen) haben vier Spieler die SGK in der Winterpause verlassen, während als Neuzugang nur Sascha Timmann aus Hamburg gemeldet wurde. »Da darf nicht viel passieren mit Verletzungen oder Krankheit, sonst kann es personell eng werden«, befürchtet auch der Trainer. Besonders ein Ausfall von Henrik Keller, mit elf Treffern bester Torschütze in Kinzenbach, oder Tommy Ried, der bisher sechsmal getroffen hat und zudem die Regisseur- und Antreiberrolle im SGK-Team innehat, könnte kaum kompensiert werden. »Wir müssen konstanter spielen. Nicht wie in der Hinrunde, als die Mannschaft gute und dann wieder katastrophale Vorstellungen in kurzen Abständen geboten hat und es extreme Schwankungen in der Leistung gab«, erwartet Dönges von seinen Spielern für die restlichen 17 Verbandsliga-Partien.

Außerdem gilt es, die Gegentreffer-Quote zu minimieren. Denn mit 41 Einschlägen haben die Kinzenbacher die meisten unter den ersten zehn Teams der Liga kassiert. Am besten schon am Sonntag, wenn der RSV Weyer um 15 Uhr in Kinzenbach gastiert. Gegen den derzeitigen Tabellennachbarn gab es im Hinspiel ein 1:1.

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