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Zwischen den Highlights

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»Die Jungs wissen, worauf es ankommt«, ist sich Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche sicher. © dpa

Frankfurt . Die Länderspiele sind gespielt, nach und nach trudeln die Nationalspieler der Frankfurter Eintracht wieder ein. Ab sofort liegt der Fokus auf der Bundesliga und dem Europapokal. In sechs Wochen, am 14. Mai, ist alles vorbei. Bis dahin haben die Frankfurter noch sieben Bundesligaspiele zu bestreiten, davon vier im eigenen Stadion. Dazu mindestens zwei Europa-League-Begegnungen, bestenfalls sogar fünf.

Der Trainer nennt dies »Crunchtime« und spricht von großer Vorfreude. »Jedes Spiel ein Endspiel«, sagt Oliver Glasner. Er glaubt seine Mannschaft bestens gerüstet. Die Nationalspieler haben die internationalen Einsätze zumindest verletzungsfrei überstanden. Jetzt hoffen alle, dass die insgesamt elf Profis auch ohne Corona-Erkrankungen von ihren vielen Flugreisen zurückgekehrt sind. Der letzte war, wie immer seit Saisonbeginn, Rafael Borré. Der Kolumbianer hat erst in der Nacht zum Mittwoch gespielt, 1:0 in Venezuela gewonnen, die WM-Qualifikation trotzdem verpasst. In Frankfurt wird er erst am Freitag wieder auf dem Trainingsplatz stehen, genau einen Tag vor dem Heimspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth.

Die Ausflüge zu den Nationalmannschaften haben drei besondere Frankfurter Sieger hervorgebracht. Kevin Trapp hat mit seinem gehaltenen Elfmeter gegen Israel ganz persönlich einen großen Schritt in Richtung WM-Teilnahme gemacht, war beim 1:1 der deutschen Nationalmannschaft in Holland am Dienstag auf der Bank. Jesper Lindström hat für Dänemark zweimal in der Anfangself gestanden, beim 2:4 in Holland und nun beim 3:0 gegen Serbien (mit Filip Kostic). Dem jungen Frankfurter ist dabei sein erstes Länderspieltor gelungen. Und auch Ansgar Knauff ist mit breiter Brust zurückgekehrt, nachdem er mit der deutschen U 21-Nationalmannschaft zwei Siege in der EM-Quali errungen und dabei beim 4:0 gegen Lettland auch getroffen hat.

Vereinstrainer Glasner wird sehr zufrieden sein, denn gerade für Stürmer sind Tore Doping für das Selbstvertrauen.

Der »große Verlierer« der Länderspiele war Martin Hinteregger mit seiner österreichischen Nationalmannschaft, die die WM-Teilnahme durch eine Niederlage in Wales verpasst hat. Das 2:2 im Freundschaftsspiel gegen Schottland war da nur ein schwacher Trost. Damit sein Abwehrchef den Frust besser verarbeiten kann, hat Glasner Hinteregger zwei zusätzliche freie Tage gegönnt. Gegen Fürth ist »Hinti« ja sowieso gesperrt und wird durch Makoto Hasebe ersetzt.

Zwischen den internationalen Highlights mit Länderspielen und Europacup hat der Terminplaner ausgerechnet den Tabellenletzten der Liga gesetzt. Zumindest mental werden die Fürther ganz sicher zu einer großen Herausforderung ein paar Tage vor dem »Spiel des Jahres« gegen den FC Barcelona.

Markus Krösche mahnt. »Für uns ist wichtig, in der Bundesliga verlässlich und regelmäßig zu punkten, nachdem wir gegen Hertha und Bochum zurück in die Spur gefunden haben«, sagt der Sportvorstand, »denn es bleibt unser Ziel, auch nächstes Jahr europäisch zu spielen.« Das kann mit einem Sieg in der Europa-League gelingen, schwer bis unwahrscheinlich, aber eben auch mit einem siebten oder sechsten Platz in der Bundesliga, auch schwer, aber eher machbar. »Wir haben jetzt die Möglichkeit, in den direkten Duellen entsprechend zu punkten«, sagt Krösche mit Blick auf die folgenden Aufeinandertreffen mit dem SC Freiburg, dem 1. FC Union Berlin und der TSG Hoffenheim. Voraussetzung dafür sind aber in jedem Fall drei Punkte gegen Fürth. Krösche: »Die Jungs wissen, worauf es ankommt«

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