Abstruse Termine

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Es ist schon absurd: Der FC Gießen beendet am Wochenende diese ewig lange Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest. Pünktlich zum Auftakt der Europameisterschaft. Doch die zwei heimischen Handball-Bundesligisten müssen weiter ran. Und zwar in der Halle. Und zwar bis Ende des Monats. Was für ein Wahnsinn! nDabei kämpft der TV Hüttenberg in der 2. Bundesliga noch drei Spieltage lang um den Klassenerhalt.

Drei Matchbälle hat der Traditionsverein, um die Zweitklassigkeit zu sichern. Den ersten und vielleicht wichtigsten schon morgen. Um 17 Uhr trifft das junge Team auf den direkten Kellerkonkurrenten TV Emsdetten. Bereits ein Remis dürfte dem TVH entscheidend weiterhelfen. Nur bei einer Niederlage drohen den Hüttenbergern noch zwei ungemütliche, weil nervenaufreibende Endspiele. Denn bei einem Sieg rücken die Gäste auf drei Punkte an die Mittelhessen heran. Da ist Daumendrücken angesagt. Vor allem ein Neuzugang dürfte ganz fest die Daumen drücken. nDenn Dominik Mappes wechselt ja bekanntlich im Sommer zurück zu seinem Heimatverein. Der Spielmacher zeigt sich derzeit im Erstliga-Abstiegskampf mit den Eulen Ludwigshafen in bestechender Form und wäre natürlich eine immense Verstärkung für Hüttenberg. Schwer vorstellbar allerdings, dass Mappes auch in die dritte Liga wechseln würde.nAuf die HSG Wetzlar wiederum warten gar noch fünf Spieltage, die sich nun munter zwischen die Begegnungen der Fußball-EM schieben. Besonders ärgerlich für die Grün-Weißen: Das Heimspiel gegen Leipzig am kommenden Samstag. Die Partie, die um 20.30 Uhr angepfiffen wird, darf ja vor Zuschauern ausgetragen werden. Allerdings steigt um 18 Uhr bereits das große EM-Duell zwischen Deutschland und Portugal. Das ist alles andere als glücklich. Aber Corona macht auch solche Terminierungen möglich. Leider für die Handball-Vereine.Aber Schluss mit den Corona-Klagen: Es geht aufwärts. Es muss aufwärtsgehen - auch im Sport. Und deshalb zum Schluss noch eine Nachricht, die positiv stimmt. Der Kreisfußball-Ausschuss meldet, dass in der kommenden Saison 116 Mannschaften an den Start gehen werden. Und alle 96 Vereine des Kreises haben auch in diesem Jahr für den Spielbetrieb gemeldet. Das heißt, noch gibt es keinen Rückgang aufgrund der Pandemie zu beklagen. Das ist doch immerhin etwas Positives zum hoffentlich baldigen Ende dieser absurden Zeit.

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