Albert Mehl über das Champions Cup-Wochenende in Wetzlar

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71:67 war das Ergebnis, mit dem der RSV Lahn-Dill die Thuringia Bulls besiegte und sich die Krone der europäischen Königsklasse im Rollstuhlbasketball aufsetzte. 1100:0 war aber ein viel wichtigeres Resultat des dreitägigen Champions Cup-Wochenendes an der Lahn. Denn alle Tests, denen sich die Beteiligten in und um die Rittal-Arena Tag für Tag samt und sonders unterziehen mussten, erwiesen sich als negativ.

Störungsfrei durch Corona-Beeinträchtigungen ging das Drei-Tage-Turnier mit den acht besten europäischen Mannschaften in dieser Sportart über die Bühne. Somit auch reibungslos und, wie beim RSV nicht anders zu erwarten, bestens organisiert. Als Walter Pfaller als Präsident des ausrichtenden europäischen Verbands IWBF ein kleines Präsent an Lahn-Dills treibende Kraft Andreas Joneck parat hatte, sagte er zurecht: "Das Geschenk kann eigentlich nicht groß genug sein für die geleistete Arbeit im letzten halben Jahr!"Alleine, dass die Spiele immer wieder vor leeren Rängen über die Bühne gingen, dass kein Zuschauer ohne eine Funktion die hochklassigen Begegnungen samt hochdramatischem Finale verfolgen konnte, trübte das Bild. Und trübte somit auch ein bisschen den großartigen Erfolg der Gastgeber. Wie sich schon im Laufe der vergangenen Monate im Saisonverlauf abgezeichnet hatte, ist unter der Regie von Janet Zeltinger und Günther Mayer eine spielstarke Mannschaft herangewachsen, die eine bei den mittelhessischen Rollis selten erlebte Ausgeglichenheit auszeichnet. Auf die Frage an Topscorer Thomas Böhme, was sein Europapokalsieger-Team auszeichne, antwortete dieser: "Zusammenhalt!" Ein treffendes Motto für ein außergewöhnliches Wochenende. Albert Mehl

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