Gnadencard: Rüdiger Dittrich über den 46ers-Klassenverbleib

  • schließen

Die Gießen 46ers bleiben Bundesligist. Das ist eine gute Nachricht für den Traditionsstandort, an dem für die "Wildcard" mit viel Einsatz gekämpft wurde. Sicher auch aus der dunklen Vorahnung heraus, dass es im Falle eines Abstiegs verdammt schwer werden würde, ins Oberhaus zurückzukehren. Denn dass Gießen den Vorzug vor Rasta Vechta erhielt, hat zwei Gründe.

Da ist einerseits die Tradition und ruhmreiche Vergangenheit des Bundesliga-Gründungsmitglieds, da ist andererseits - und das ist wichtiger - das äußerst attraktive und tragfähige Jugendkonzept, das Gießen nach wie vor zu einer guten Basketball-Adresse macht. Tradition aber ist kein Ruhekissen, auf dem man sich es angesichts der rasanten Entwicklung der Profiligen bequem machen kann. Auch wenn die oft kolportierten BBL-Pläne, den Basketball in die Metropolen zu bringen, nicht zur Gänze aufgeht, sind die 46ers als kleiner Standort angezählt. Die Osthalle genügt längst nicht mehr den Ansprüchen, die Trainingsbedingungen ebenfalls nicht. Sich immer darauf zu verlassen, dass Gießen einen großen Namen hat, wird in Zukunft nicht genügen. Infrastrukturell - und das ist primär auch eine Aufgabe der Stadt - muss was geschehen. Und im Verein sich was bewegen. Es ist eine Gnadencard. Große Aufgaben für Sebastian Schmidt. Immerhin in der 1. Liga. Rüdiger Dittrich

Das könnte Sie auch interessieren