Kleenheim zieht ins erwartbare Linden-Cup-"Endspiel" ein

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LINDEN - Die HSG Kleenheim-Langgöns hat nachgezogen und beim Handball-Linden-Cup mit einem 24:16-Erfolg gegen die gastgebende HSG Linden den zweiten Turniersieg eingefahren. Damit stehen die Kleebachtaler erwartungsgemäß mit dem ebenfalls ungeschlagenen Oberliga-Rivalen HSG Pohlheim an der Tabellenspitze der Oberliga- und Landesliga-Gruppe und kämpfen am Samstag um 15.

30 Uhr im direkten Duell um den Siegerpokal. Im ersten Spiel des Abends hatten die Zuschauer in der Lindener Stadthalle beziehungsweise vor den Livestream-Bildschirmen ein 19:19-Unentschieden in einem Einlagespiel zwischen der zweiten Mannschaft des ausrichtenden Vereins und dem ebenfalls in der Bezirksoberliga beheimateten TV Wetzlar gesehen.

HSG Linden II - TV Wetzlar 19:19 (10:10): Das Aufeinandertreffen der beiden "BOL"-Konkurrenten, die in der kommenden anstehenden Saison zunächst in unterschiedlichen Staffeln (Wetzlar Gruppe I, Linden II Gruppe II) an den Start gehen, begann zerfahren. "Man merkt, dass beide wohl noch nicht so viele Spiele gemacht haben, die Abläufe sind noch nicht ganz so ...", kommentierte der Dilltaler Trainer und damit Bezirksoberliga-Experte Bernd Wagner, der die Partie an der Seite von Conrad Melle, inzwischen zum Erstmannschaftscoach aufgestiegener Ex-Übungsleiter der Lindener "Zwoten", im Livestream launig begleitete. Bei wechselnden Führungen konnte sich kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen, bis sich die Wetzlarer nach einem 16:15-Vorsprung (50.) eine Schwächephase samt achtminütiger Torflaute leisteten, die in einen 16:19-Rückstand rund drei Minuten vor Schluss mündete. Dann gab aber der Gastgeber den Ball mehrmals leichtfertig aus der Hand, und der TVW führte noch den Gleichstand herbei, wobei Johannes Schetzkens mit einem Rückraumkracher den Ausgleich fast mit der Sirene besorgte.

HSG Linden - HSG Kleenheim-Langgöns 16:24 (9:11): Lange verkaufte sich der Landesligist teuer und hielt das Spiel dank schneller Beine in der Abwehr und einem starken Jonas Schrimpf zwischen den Pfosten in der Anfangsviertelstunde komplett offen (4:5). Dann befreite sich der abermals sehr offensiv deckende Gast zunächst ein wenig und nutzte die hinten eroberten Bälle zu schnellen Abschlüssen und setzte erstmals mit vier Toren ab (4:8, 18.). Doch die Mannschaft von Neu-Trainer Melle mischte weiter munter mit und halbierte - auch dank des quirligen Tarek Müller, der mit fixen Angriffsbewegungen, erfolgreichen Schlagwürfen und gutem Auge glänzte, den Abstand bis zur Pause wieder. Nach dem Seitenwechsel stellten die Hausherren sogar noch einmal den Anschluss her, doch nach dem 13:14 (42.) wurde der Oberligist mehr und mehr seiner Favoritenrolle gerecht und enteilte vorerst auf 19:14 aus seiner Sicht (51.). Auch eine Auszeit der Lindener entfaltete keine entscheidende Wirkung mehr, sodass die Kleenheimer am Ende doch noch einen souveränen Sieg herauswarfen.

Tore Linden: Müller (4), Vogel (1), Adamczyk (2), Rühl (1), Jakob Höhn (2), Malte Höhn (1), Piesch (3), Leon Rüdesheim (2).

Tore Kleenheim-Langgöns: Straßheim (10), Roth (4), Schier (4), Patt (2), Kollmann (1), Friedrich (1), Müller (2).

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