Kommentar zum Machtkampf im Fußball: Fern der Basis

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Irgendwie wünscht man sich die alten Zeiten zurück, als Machtkämpfe im Deutschen Fußball-Bund, wenn es sie denn überhaupt gab, unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Wen interessiert denn wirklich, ob Fritz Keller Präsident des DFB ist oder nicht? Oder wen interessiert, ob Friedhelm Curtius Geschäftsführer ist oder nicht? An der Basis zählt nur, dass der deutsche Fußball gut dasteht.

Und das ist seit Jahren nicht mehr der Fall. Wer heute an diesen beliebtesten Sport im Land denkt, denkt nicht stolz an die vier WM-Titel und die vielen grandiosen internationalen Erfolge, die errungen wurden. Stattdessen kommen einem Korruptionsvorwürfe, Ermittlungen der Finanzbehörden oder das unsägliche Tauziehen von Deutschem Fußball-Bund und Deutscher Fußball-Liga in den Sinn, bei dem es nur um die Frage geht, ob der Hund mit dem Schwanz oder der Schwanz mit dem Hund wedelt. In dieser Gemengelage vergisst die DFB-Spitze, dass der deutsche Fußball in der Krise steckt. Nicht nur wegen der Nationalmannschaft. Der Sport verliert auch zunehmend an der Basis seinen Rückhalt. Das egozentrierte Gebaren im Topmanagement trägt maßgeblich dazu bei.

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