Wegloben im Taubenschlag

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Der Taubenschlag wird immer dann zitiert, wenn ein stetes Kommen und Gehen thematisiert wird. In einem Taubenschlag schauen Tauben aus dem Schlag, setzen sich vorsichtig auf die Kante, blicken links und rechts und flattern los. Oft aber kommt gerade eine andere Taube zurück, rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Wenn es richtig rundgeht, spricht man vom Taubenschlag.

nDie Gießen 46ers und der FC Gießen haben momentan Schlagseiten, die fast täglich in die andere Richtung kippen. Viele gehen weg, viele (oder nur einige) kommen. Vor allem beim Basketball-Bundesligisten wirkt es momentan wie beim samstäglichen Bettenwechsel in den großen Hotels auf Malle. Viele reisen ab. Allerdings: Der nächste Flieger, der landet, ist nur halbbesetzt. War angesichts der Angebote, die manch anderer Verein aufrufen kann, so zu erwarten, aber es ist auch noch Zeit, um die Betten vollzukriegen.nAuch der FC Gießen ist entspannt, gerade nach der Corona-Spielzeit wird sich noch viel tun, was die Transfers angeht. Denn alle Vereine müssen nun den Gürtel enger schnallen, da verschieben sich die Prioritäten der Spieler, wer wo landen wird. Im Taubenschlag Regionalliga. Die Nachricht der Woche war aus FCG-Sicht indes, dass Borussia Dortmund eine Zwischenlandung in Gießen einlegt. Ein Highlight für den Fußballfreund, das (nicht nur) aufgrund der Pandemieregeln noch mächtig Einsatz und Arbeit fordern wird.nWas auffällt bei den Abgängen der 46ers: Es muss eine sensationelle Mannschaft gewesen sein, mit großem Potenzial. Hat man nur zumeist nicht gemerkt. Zumindest klingen die Lobeshymnen auf die abgehenden Spieler, wenn man die Pressemitteilungen liest, als hätte alles gepasst. Ach ja, dafür gibt es auch einen Begriff: Wegloben.

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