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3G jetzt auch im Stadtparlament

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Gießen (olz). Das Coronavirus breitet sich weiterhin mit rasantem Tempo aus. Wie also wichtige öffentliche Bereiche in dieser Situation schützen? Am Arbeitsplatz Stadtverwaltung ist die Sache klar: »Für die Mitarbeitenden, die in Präsenz arbeiten, gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen Beschäftigten der Republik«, berichtet Magistratssprecherin Claudia Boje.

Im Stadtparlament ist die Lage bislang jedoch weniger eindeutig gewesen. Und als nach der letzten Sitzung ein Teilnehmer positiv auf das Virus getestet wird, gibt es rege Debatten.

Eine erneute Diskussion dürfte ausbleiben. Denn für die Sitzung der Stadtverordneten am kommenden Donnerstag kann Joachim Grußdorf eine Lösung präsentieren. Für alle »Stadtverordnete, die Mitglieder des Magistrats, die Zuschauer und Pressevertreter gilt die 3G-Regelung«, informiert der Stadtverordnetenvorsteher. Innerhalb des Gebäudes herrsche Maskenpflicht.

Abgetrennt

Abgenommen werden dürfe sie nur am Rednerpult oder im Vorsitz. Eine Ausnahme bestehe für Personen, die generell von der Pflicht befreit sind. Um die Mandatsträger nicht an der Ausübung ihres freien Mandats zu hindern, werde denen, die keinen Nachweis erbringen, ein abgetrennter Bereich zur Verfügung gestellt. »Die Zugangsbedingungen werden vor Eintritt in den Sitzungsort Kongresshalle überprüft«, verdeutlicht Grußdorf .

In der gesamten Stadtverwaltung gilt 3G. ,»Wir überwachen in den jeweiligen Ämtern und Abteilungen, dass jeder Beschäftigte entweder einen gültigen Impf- oder Genesenenausweis hat oder täglich einen tagesaktuellen zertifizierten Schnelltest vor Betreten des Dienst-/Bürogebäudes vorweisen kann. Von der täglichen Testung sind die Geimpften und Genesenen ausgenommen«, erklärt Boje. In den Bereichen der Verwaltung, die für die Grundversorgung relevant seien, würden nach wie vor Präsenz und Kontakte auf das Nötigste begrenzt. »Homeoffice da, wo es geht, Hygienemaßnahmen beachten (AHA+L), Trennscheiben bei Publikumskontakt. Entzerren von möglichen Gedrängesituationen. Wir arbeiten - besonders in den Publikumsbereichen - mit Terminvereinbarung. Das trägt massiv dazu bei, dass die gefährlichen Begegnungen mit vielen Menschen gleichzeitig nicht stattfinden«, sagt die Sprecherin. Sie verweist auf Einlassregelungen am Eingang des Rathauses.

Homeoffice

Ein besonders sensibler Bereich der Stadtverwaltung ist die Feuerwehr. Für sie gelten spezielle Regeln: »Die Führungsdienste sind überwiegend ins Homeoffice gegangen, damit im Fall der Fälle nicht alle gleichzeitig ausfallen. Besprechungen wurden zum Großteil abgesagt oder in Online-Formate verlegt. Da bei der Feuerwehr nach einer freiwilligen Selbstauskunft weit über 90 Prozent aller Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr vollständig geimpft sind, geht man davon aus, dass man von Quarantänemaßnahmen wenig betroffen sein wird, und hofft darauf, dass es höchstens in Einzelfällen zu Erkrankungen bei Impfdurchbruch kommen wird« ergänzt die Sprecherin. Die Mitarbeiter der Wachabteilungen der Berufsfeuerwehr führten zusätzlich vor jeder 24-Stunden-Dienstschicht freiwillig einen Selbsttest durch, um frühzeitig zu erkennen, ob etwas nicht stimmt.

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