1. Startseite
  2. Stadt Gießen

50 000 Euro Spende für Pädiatrische Studiengruppe

Erstellt:

giloka_0512_jcs_Spende_0_4c
V.l.: Paul Hesse, Dorit Ehrenpfordt, Prof. Dieter Körholz und Norbert Schmidt bei der Scheckübergabe. Foto: »Menschen für Kinder« e.V. © »Menschen für Kinder« e.V.

Gießen (red). Der Verein »Menschen für Kinder« unterstützt mit einer Spende von 50 000 Euro den Aufbau eines Datenverarbeitungssystems (Marvin-Datenbank) für die Pädiatrische Hodgkin-Lymphom-Studiengruppe an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Mit dieser Innovation können die kinderonkologischen Zentren in ganz Deutschland künftig ihre Patientendaten online eingeben, so dass diese von der Studienzentrale eingesehen und für die Erstellung eines Referenzbefundes zum Stadium der Erkrankung und zum Ansprechen auf die Therapie genutzt werden können.

Die Referenzbefunde werden ebenfalls in dieses Datenverarbeitungssystem eingegeben und die Behandlungszentren können dann die Referenzbefunde aus diesem System ablesen und für die Behandlungssteuerung ihrer Patienten nutzen. Zusätzlich besteht im Rahmen des geförderten Projektes auch die Möglichkeit, klinische Daten wie zum Beispiel das Ansprechen auf die Therapie mit Ergebnissen von Laboruntersuchungen aus den Bioproben der Patienten zu verknüpfen, die im Rahmen translationaler Fragestellungen erhoben werden.

Systematische Reduktion

Hierdurch sollen künftig molekulare Risikofaktoren für die Therapiesteuerung und Zielstrukturen für eine zielgerichtete Therapie identifiziert werden. Da das Hodgkin-Lymphom bei Kindern und Jugendlichen eine sehr gute Überlebenschance hat, sind die therapeutischen Bemühungen auf eine systematische Reduktion der Therapie zur Vermeidung von Langzeitfolgen ausgerichtet. Das Ziel ist eine Heilung ohne Langzeitfolgen der Therapie. Um unter diesem Aspekt künftig die richtigen Studienfragen zu stellen, müssen die Ergebnisse von Langzeitfragen mit der verabreichten Therapie verglichen werden, daher sollen auch die Daten von künftigen Langzeiterhebungen in dieses Datenverwaltungssystem eingepflegt werden, um Daten zur verabreichten Therapie und den in solchen Erhebungen bei langzeitüberlebenden Patienten zu vergleichen.

Ergebnisse aus diesen Untersuchungen werden direkten Einfluss auf künftige Studienfragestellungen haben.

»Menschen für Kinder« setzt sich mit seinen fast 2300 Mitgliedern seit Jahren als gemeinnützige Organisation für langzeit- insbesondere krebserkrankte Kinder ein. Durch dessen finanzielle Unterstützung konnten viele Forschungsprojekte überhaupt erst ermöglicht werden. Eine wertvolle Hilfe, für die sich die Justus-Liebig-Universität bei den Mitgliedern von »Menschen für Kinder« bedankte.

Auch interessant