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551 von 15 000 Mitgliedern geehrt

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Eingerahmt von den Offiziellen wurde diese Herren für 70 Jahre Gewerkschaftstreue geehrt. © Franz Ewert

Treue IG-Metaller aus dem Bezirk Mittelhessen kommen auf 23 530 Mitgliedsjahre. Im Gießener Stadtteil Kleinlinden fand jetzt der große Ehrungsreigen statt.

Gießen. Die Industriegewerkschaft Metall (IGM) hat bundesweit über 2,2 Millionen Mitglieder, organisiert und betreut von gut 150 Geschäfts- oder auch Verwaltungsstellen von A wie Aachen bis Z wie Zwickau. Geografisch wie alphabetisch sozusagen mittendrin ist die Verwaltungsstelle Mittelhessen mit Sitz in der Marburger Straße in Gießen. In Anbetracht der Gesamtgröße der IGM ist auch die Geschäftsstelle Mittelhessen, die räumlich schwerpunkmäßig die Landkreise Gießen, Vogelsberg, Wetterau und den Altkreis Wetzlar umfasst, mit rund 15 000 Mitgliedern die mit Abstand größte gewerkschaftliche Organisation in der Region.

551 von diesen 15 000 Mitgliedern standen für das Jahr 2022 zur Jubilarehrung angesichts ihrer 25-, 40-, 50-, 60-, 70- und 75-jährigen Treue zur IGM an - in der Summe übrigens 23 530 Mitgliedsjahre. Im Bürgerhaus Kleinlinden konnten die beiden Bevollmächtigten der IGM MIttelhessen, Stefan Sachs und Mario Wolf - der durch das Programm führte - aus diesem besonderen Grund einen Teil der Jubilare persönlich begrüßen. Den sieben Herren und der einen Dame - Agnes Kienholz aus Biebertal - war die Ehrung für 75 Jahre Mitgliedschaft schon im Vorfeld jeweils zu Hause zuteil geworden.

Sachs hob in seiner Begrüßung die Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder und das damit in vielen Fällen verbundene Engagement als wichtigste Grundlage erfolgreicher Gewerkschaftsarbeit, die vor allem von »Durchsetzungsstärke« lebe, hervor. Das gelte auch für die aktuelle Tarifrunde, in der die Arbeitgeberseite seit bald zwei Monaten kein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch gelegt hätte. Dieses Verhalten habe viel mit Respektlosigkeit zu tun, kritisierte Sachs. Warnstreiks sind und werden die Folge davon sein, bis ein akzeptables Ergebnis vorliege: »Die Arbeitgeber müssen spüren, dass es die IG Metall gibt.«

Zum Festvortrag anlässlich der mittelhessischen IGM-Jubilarfeier im Bürgerhaus Kleinlinden war Anja Piel, unter anderem seit zweieinhalb Jahren Bundesvorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), eigens aus Berlin angereist. Auch sie bezeichnete die Solidarität als »wertvolles Pfund« der Gewerkschaften in der aktuellen, von nicht vorhersehbaren multiplen, anhaltenden und vielfach globalen Krisen geprägten politischen Lage, verschärft durch einen eigentlich nicht mehr für möglich gehaltenen Krieg mitten in Europa. Auch deshalb brauche es »Gewerkschaften als starke Taktgeber« für die Politik. Hin zu einer fairen Gestaltung der Globalisierung und einer gerechteren Verteilung des weltweiten Reichtums sowie für soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte, um damit zugleich einer Schwächung des gesellschaftlichen Zusammenhalts entgegen zu wirken.

Piel begrüßte die geplante Einführung des neuen Bürgergeldes, »das für viele Familien das Ende fest zementierter Armut« bedeuten könnte. Namens des DGB sprach sie sich für eine Kindergrundsicherung sowie Entlastungspakete und notwendige massive öffentliche Investitionen im Blick auf Unklarheiten in Sachen Energie- und Rohstoffversorgung, Gesundheit und Pflege, Bildung, Verkehrs- und Energiewende, in kommunale und digitale Infrastruktur, in den sozialen Wohnungsbau sowie in Mobilität und ÖPNV aus. Zugleich lobte sie das »Funktionieren der Kurzarbeit in der Pandemie«, wodurch sehr viele Arbeitsplätze gerettet worden seien. Als richtig bezeichnete sie die Verlängerung des erleichterten Zuganges zum Kurzarbeitergeld über den 30. September 2022 hinaus.

Die 75er Jubilare , die im Vorfeld jeweils zu Hause geehrt wurden: Agnes Kienholz (Biebertal), Erich Diener (Gießen), Gerhard Moritz (Wetzlar), Manfred Leipert (Aßlar), Helmut Scheffel (Bad Laasphe) sowie Alfred Dietrich und Albert Schmidt (Solms).

Die 70er-Jubilare: Martin Lange (Rabenau), Herbert Wagner (Lollar), Wilhelm Schneider und Heinz Michel (Biebertal), Hans Werner Röcker und Alfred Heep (Gießen), Hans Rech (Solms), Karl Bauer (Aßlar), Wilfried Frey und Dieter Schmidt (Wettenberg), Walter Janisch (Ober-Mörlen), Heinz Arendt (Neustadt), Klaus Tavernaro (Heuchelheim), Rudolf Bill (Lahnau), Waldemar Liebich und Helmut Böhm (Lich).

Die 60er-Jubilare aus Stadt und Kreis Gießen: Dieter Hölkeskamp (Langgöns), Jürgen Bittendorf und Horst Seidel (Wettenberg), Hans-Ludwig Sankewitz (Reiskirchen), Karl Heinz Stöhr (Linden), Heinrich Becker (Grünberg), Rainer Dönges und Heinz Mohr (Biebertal), Adolf Zwaschka (Laubach), Werner Lotz (Gießen) und Rüdiger Keden (Pohlheim).

Die 50er-Jubilare: Hannelore Zörb, Anni Andl, Monika Meierhöfer, Peter Reul, Siegfried Füller, Manfred Schulz, Paul Zulciak, Wolfgang Paul, Wolfgang Euler, Jürgen Schmidt, Bernd Römer, Peter Ewrard, Erhardt Rohm und Michael Hohwieler (alle Gießen), Irmgard Breuer, Margot Fuchs, Branko Petancic, Roland Trechsler, Gerhard Schäfer, Reinhard Mühlhans und Franz Scholz (Lich), Ursula Budinger, Roland Mandler, Willi Breiter und Reiner Bader (Heuchelheim), Josef Bayer (Allendorf/Lumda), Armin Schäfer (Fernwald), Karl Roth, Klaus Rübsam und Heinz-Berthold Müller (Laubach), Nicola Ferrente, Anita Heuschmid, Heinz Weiss, Klaus Schurtakow und Karl-Heinz Kaus (Hungen), Renate Frank und Franz Oswald (Grünberg), Rosel Norwig, Mario Thiele, Edgar Simon, Willibald Theml, Klaus Klein und Mustafa Kendir (Lollar), Irene Will, Michael Hermer, Klaus Bender, Egon Forbach, Bernd Schindler, Jürgen Krauskopf und Bernd Staubach (Wettenberg), Gerald Schönhals, Bernd Gorr, Alfred Scherabon und Edgar Klinger (Pohlheim), Juliana Schön und Ingrid Majoran (Linden), Heinrich Rink und Bruno Sternke (Staufenberg), Heidrun Habig, Monika Weber und Lothar Röhrig (Langgöns), Günter Michel, Hubert Gerlach, Reinhard Gwiasda und Walter Leidecker (Biebertal), Gabriele Binder, Rüdiger Müller, Werner Henß und Rainer Wagner (Buseck), Karl Heinl (Reiskirchen) und Herbert Mix (Rabenau).

Die 40er-Jubilare: Ingrid Schlierbach, Irmgard Gerlach, Gert Kuhn, Ralf Hörr, Ulrich Wagner, Holger Hofmann, Thorsten Waldschmidt und Helmut Büttner (Biebertal), Daniele Klaus, Sabine Bühls, Friedhelm Hövelmann, Jens Hövelmann, Stefan Proetz, Timo Damm, Uwe Jansche und Dirk Velke (Wettenberg), Armin Jäger, Waldemar Kostrzewa, Ingo Fritz und Burkhard Bellof (Gießen), Margarete Walther, Richard Aechtner, Günter Hoff, Michael Zill, Peter Suppmann und Armin Hofmann (Buseck), Ilona Wiesner, Helga Schäfer, Manfred Schödl und Norbert Hettler (Grünberg), Holger Tews (Linden), Haydar Dilek, Reinhard Lukaschewitz, Norbert Albert Vogel und Ibrahim Sakarli (Lollar), Heike Schmidt und Udo Bonin (Rabenau), Hans Otto Schenk und Alexander Stengel (Laubach), Helmut Thomann (Staufenberg), Jürgen Theiss (Lich), Mario Burger und Jürgen Schmidt (Heuchelheim), Elisabeth Meier (Allendorf/Lumda) sowie Uwe Weinhardt und Harald Friedrich (Fernwald).

Die 25er-Jubilare: Brigitte Günther, Martina Fleißner, Said Berazek, Artur Schäfer, Alexander Enriquez, Manuel Hans, Damian Obruschnik, Franz Mockenhaupt, Johann Michels, Dimitrios Apostolidis und Dirk Beesten (Gießen), Friedrich Bourk (Lich), Bärbel Schmitt, Klaus Emmrich und Nils Keiner (Buseck), Andreas Feldrappe und Florian Steinmüller (Heuchelheim), Munir Agirman (Pohlheim), Sevim Arslan, Björn Leistner, Andreas Kahlkopf, Günter Nagel und Alexander Paul (Grünberg), Anke Gerth, Steffen Tafferner und Hubert Börding (Biebertal), Bärbel Civello, Klaus Drommershausen und Patrick Hersing (Wettenberg), Rolf Keil und Norbert Sanders (Reiskirchen), Rüdiger Dörr (Laubach), Simone Kremer, Wolfgang Pöpperl, Erwin John und Marius Sarnecki (Lollar), Sascha Müller (Rabenau), Adrian Hannak (Gießen), Stefan Hartmann (Staufenberg), Gernot Schäfer und Tobias Damm (Allendorf/Lumda) sowie Günther Mokrow (Heuchelheim).

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Anja Piel, Stefan Sachs (2.v.re.) und Mario Wolf (re.) mit den für 60 Jahre Mitgliedschaft zu Ehrenden auf der Bühne im Bürgerhaus Kleinlinden. Fotos: Ewert © Ewert

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