987 Einsätze für Helikopter "Christoph Gießen" im Jahr 2017

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GIESSEN - (jl). Insgesamt 987 Mal startete "Christoph Gießen" im vergangenen Jahr vom Luftrettungszentrum in der Lahnstraße zu einem Notfall. Sei es zu einer dringenden Patientenverlegung von Klinik zu Klinik oder zu einem Primäreinsatz, um Unfallopfer und internistische Notfälle schnell und schonend in ein Krankenhaus zu bringen. Die Luftrettung der Johanniter verfügt bundesweit über fünf Helikopter an fünf Standorten, die 2017 zusammen über 2700 Einsätze absolvierten.

Weit über die Hälfte davon flogen die beiden Maschinen, die in Hessen stationiert sind. Spitzenreiter ist "Christoph Gießen", den die Johanniter in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg seit 2014 betreiben. Er steht sogar nachts bereit - eine Besonderheit in der deutschen Luftrettung. Hinzu kommen weitere 689 Einsätze vom Flugplatz Reichelsheim (Wetterau) als Basis von "Christoph Mittelhessen".

Den Großteil der Transporte flogen die Luftretter, um schwer kranke Patienten aus einem lokalen Krankenhaus in ein medizinisches Hochleistungszentrum zu befördern. "Die Bedeutung dieser Intensivverlegungen zeigt, dass sich unser Konzept bewährt, auf besonders geräumige Helikopter zu setzen, die Platz für komplexe medizinische Geräte bieten. Wir können problemlos Herz-Lungen-Maschinen an Bord nehmen oder infektiöse Patienten fachgerecht isolieren", erläutert Günther Lohre, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter-Luftrettung. "Auch Frühgeborene im Inkubator fliegen wir zur bestmöglichen Versorgung." Auf solche "Sekundäreinsätze" in ganz Deutschland haben sich die Johanniter spezialisiert. Benötigen die lokalen Rettungsdienste Unterstützung, leisten "Christoph Gießen" und "Christoph Mittelhessen" jedoch auch "Primäreinsätze". Das heißt, die jeweiligen Rettungsleitstellen alarmieren einen Hubschrauber beispielsweise bei einem Unfall oder einem Herzinfarkt, vergleichbar einem Notarztwagen. Neben Gießen und Reichelsheim betreibt die Johanniter-Luftrettung Intensivtransport-Hubschrauber (ITH) in Bochum und Rostock sowie am Nürburgring.

Rund um die Uhr

Die Besatzung besteht aus einem Piloten, einem Notarzt und dem "HEMS-TC", einem Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter, der speziell für die Luftrettung ausgebildet ist. In Gießen, Bochum und Rostock sind die Crews rund um die Uhr unterwegs, in Reichelsheim und am Nürburgring von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Können die Helikopter wegen schlechten Wetters nicht abheben, setzt die Johanniter-Luftrettung auf Flächenflugzeuge. Diese holen auch Patienten aus dem Ausland zurück.

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