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Ab Sonntag hoch hinauf

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Der Bismarckturm auf der Hardthöhe Gießen kann wieder erklommen werden: Der Aussichtsturm öffnet wegen Vandalismus mit zweiwöchiger Verspätung.

Gießen. Um zwei Wochen verzögert, doch am kommenden Sonntag ist es so weit: der Bismarckturm auf der Hardthöhe kann wieder erklommen werden. Die geplante erste Eröffnung am Maifeiertag musste abgesagt werden, weil Unbekannte das Schloss der Eingangstür verschmiert hatten und ein Austausch stattfinden musste. Sehr zum Ärger des Vorsitzenden des Fördervereins, Dr. Bernhard Höpfner, und seiner Mitstreiter, die sehr ungehalten auf den erneuten Vandalismus reagierte.

Jeweils an den ersten und dritten Sonntagen in den Monaten bis Oktober ist der Bismarckturm ab 14 Uhr bis 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. So haben die vielen Spaziergänger und Radler die Gelegenheit, bei ihrem Ausflug durch die Gemarkung die wenigen Stufen hinaufzusteigen, den schönen Ausblick von oben über die Landschaft zu genießen und sich über das historische Bauwerk zu informieren.

15 Jahre Förderverein

In den Jahren 2020 und 2021 konnten pandemiebedingt keine Mitgliederversammlungen des Fördervereins Bismarckturm stattfinden. Doch kürzlich hatte der Verein zu einer Versammlung eingeladen, damit die Mitglieder die Möglichkeit hatten, sich über die Geschehnisse rund um den Gießener Bismarckturm wieder persönlich auszutauschen.

Der Förderverein besteht nun seit 15 Jahren. Vorsitzender Dr. Bernhard Höpfner hob in seinen Ausführungen hervor, dass es für die Vereinsmitglieder besonders erfreulich war, die Auszeichnung mit dem Denkmalpreis des Landes Hessen zu erhalten.

Bei seinem Besuch am Bismarckturm erklärte der Hessische Staatsminister Axel Wintermeyer, dass das Bauwerk viel mehr sei als ein schöner Aussichtsturm, von dem man einen fantastischen Blick auf Gießen und sein Umland genießen können. Es sei auch ein Stück Heimat, ein Ort, mit dem viele Gießenerinnen und Gießener sehr persönliche Geschichten verbinden würden.

Höpfner ging auch auf die verschiedenen Sanierungsarbeiten ein. Weil bei starken Niederschlägen von oben durch die Tür auf der Aussichtsplattform Wasser in den Turm dringt, sind Gegenmaßnahmen durchzuführen. Der Turm trockne zwar immer wieder aus, sodass keine schweren Schäden entstehen würden. Doch eine dauerhafte Lösung müsse her, so Höpfner. Im Frühjahr wurden die Arbeiten aufgenommen, ein Kunststoffbetrieb und ein Steinmetz sorgten dafür, dass das Bauwerk künftig bei Niederschlägen nicht mehr beeinträchtigt wird. Die Maueröffnungen im Treppenhaus müssen mit Gittern verschlossen werden, eine Abdichtung der Eingangstür ist notwendig und Mäusenester sind zu verschließen.

Mäusenester verschließen

Höpfner dankte den Frauen und Männern vom Verein Ehrenamt, die auch in diesem Jahr die Betreuung der Besucher an den Öffnungstagen übernehmen.

Öffnungszeiten: Bis Oktober jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr.

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