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Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen

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Gießen (red). Am 25. November wird alljährlich darauf aufmerksam gemacht, dass Gewalt gegen Frauen, insbesondere durch Partner und Ex-Partner, noch immer eine der größten Gefahren für Frauen ist. Auch Gießen beteiligt sich am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Jedes Jahr trägt das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt zum Tag ein Programm von vielfältigen Aktionen zusammen.

Veranstalterinnen sind die Hilfs- und Unterstützungsinstitutionen aus Stadt und Landkreis Gießen, die Serviceclubs Zonta und Soroptimist, Omas gegen Rechts, der Bezirksfrauenrat von ver.di, Abteilungen der Universität oder das Forensische Konsil.

Am Rathaus wird am Freitag eine Fahne gehisst, die auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam macht, auf den digitalen Stelen im Seltersweg wird für das Programm geworben. Das Programm liegt zusammen mit dem Fieberthermometer der Gewaltspirale, dem »Gewaltometer«, in vielen Geschäften und an weiteren Stellen in der Stadt aus und ist auf der Homepage der Stadt eingestellt. Jedes Jahr werden Frauen durch ihre Partner oder Ex-Partner bedroht, verletzt und ermordet - im Jahr 2020 wurden in Deutschland 139 Frauen ermordet - mehr als jeden dritten Tag ein Mord - und statistisch versucht jeden Tag ein Mann seine (Ex-)Partnerin umzubringen. Die Dunkelziffer der versuchten Tötungen ist nach Einschätzung von Expert*innen noch sehr viel höher, geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Darin heißt es weiter, dass sich viele dieser Verbrechen schon lange Zeit vorher abzeichnen, die Gewalt eskaliere im Laufe der Zeit. Die Mechanismen sind bekannt. In der Istanbul-Konvention, dem Völkervertrag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, der auch von der Bunderegierung ratifiziert wurde, sind viele Präventionsmöglichkeiten definiert - von Hilfs- und Beratungsangeboten bis hin zu Täterarbeit und Anti-Gewalt-Trainings. Es fehlt aber auch an Aufklärung - häufig werden Gewalttaten an Frauen als »Familientragödie«, »Beziehungstat« o.ä. bagatellisiert, es gibt keine einheitliche statistische Erfassung der Taten bei der Polizei.

Alle Informationen unter www.giessen.de.

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