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»Allein« - Lesung und Gespräch mit Daniel Schreiber

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Gießen (red). Am Mittwoch, 28. September, begrüßt das LZG um 19 Uhr Daniel Schreiber zur Lesung aus seinem Essay Allein im Ulenspiegel, Seltersweg 50. Der Eintritt beträgt zehn Euro,ermäßigt acht und für LZG-Mitglieder sechs Euro.

Single sein, alleinlebend. Auf 17,5 Millionen Menschen in Deutschland trifft das zu. Eine Lebensform, von der man meinen müsste, sie sei im 21. Jahrhundert so unproblematisch wie gewöhnlich. Trotzdem wird ein Leben ohne Partnerschaft von der Gesellschaft oftmals als eine Form des Scheiterns wahrgenommen. Nicht zuletzt unsere liebsten Unterhaltungsmedien wie Filme, Serien und Romane vermitteln uns genau dieses Bild - geht doch fast jedes »Happy End« mit einer Hochzeit oder dem endlich gefundenen Seelenverwandten einher.

Gerade die Pandemie mit ihren wiederholten Lockdowns und Kontaktbeschränkungen verstärkte für viele alleinlebende Menschen das Gefühl von Einsamkeit. Doch warum wird das Single-Dasein bis heute häufig als Versagen wahrgenommen? Dieser Frage geht der Autor in seinem neuen Essay nach und lässt dabei immer wieder persönliche Erfahrungen einfließen.

Der SPIEGEL urteilte: »Schreiber rührt an einige der tiefsten Ängste, die unsere Gesellschaft kennt. Sie auszusprechen, heißt immerhin, nicht mehr mit ihnen allein zu sein«.

Daniel Schreiber, Jahrgang 1977, studierte in Berlin und New York Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Slawistik, Theaterwissenschaft und Performance Studies. Er ist Autor der Susan-Sontag-Biografie Geist und Glamour (2007) sowie der hochgelobten und vielgelesenen Essays Nüchtern (2014) und Zuhause (2017).

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