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Allendorf soll »Sonnenland« werden

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Mehr Solaranlagen auf Brachflächen und Dächern möchte der Allendorfer Ortsbeirat. Symbolfoto: Bernd Weißbrod/dpa © Klaus-Dieter Jung

Der Ortsbeirat Allendorf will eine Bürgersolargenossenschaft im Gießener Stadtteil etablieren, ähnlich der in Buseck. Auf der jüngsten Sitzung waren auch Wehr und Glasfaserausbau Themen.

Gießen. Auf Anregung der SPD wird der Magistrat der Stadt Gießen gebeten, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in der Gemarkung Allendorf/Lahn auf ungenutzten Freiflächen, als Überdachung versiegelter Parkplätze oder auf öffentlichen oder privaten Gebäuden Photovoltaikanlagen aufgebaut werden. Dies könne nach Ansicht der Allendorfer auch auf weitere Stadtteile ausgedehnt werden. Mit der Stadtwerke Gießen AG soll dabei die Möglichkeit geprüft werden, eine Genossenschaft - ähnlich der der Bürgersolargenossenschaft Sonnenland eG in Buseck - zu gründen, damit sich die Bürgerinnen und Bürger, daran beteiligen können, um einen Beitrag für die Energiewende - weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien - zu leisten. Nach einer kurzen Diskussion stimmten schließlich alle Mitglieder dem Vorschlag, der über eine DIN-A4-Seite ausführlich begründet wurde, zu. Es ergeht eine Einladung an die Stadtwerke Gießen und die Genossenschaft Sonnenland.

Einstimmigkeit

Zwei Mitglieder des Ortsbeirates fehlten entschuldigt, vom Magistrat war bei der Ortsbeiratssitzung keiner anwesend.

Nachdem sich ein Antrag der FW zum Backhaus erledigt hatte und CDU-Vertreter Karl Kramer seine umfassenden Ausführungen zur Katastrophenschutz-Vorsorge zurückstellte, blieb die Tagesordnung übersichtlich. Eine Fischtreppe beim Wehr an der Untersorger Mühle zu bauen, ohne die Wehranlage zu entfernen, verlangt der Ortsbeirat von der Stadt.

Schon 2006 sprachen die Bürgervertreter darüber, in der Sache passierte allerdings nichts. Wenn das Wehr beseitigt werde, fiele der Mutterbach trocken, vermutet der Inhaber der Wasserrechte und klärte auf, der Mühlgraben sei nicht zugeschüttet, sondern zugewachsen und müsse freigeschnitten werden.

Ein Zuhörer meinte, das Wehr müsse aus kulturhistorischen Gründen erhalten bleiben. Einstimmig ging der Antrag auf den Weg. Sogenannte Haifisch-Zähne an markanten Straßen aufzuzeichnen, fand trotz Skepsis von Marie Kristine Katz (Bündis90/Die Grünen) doch Einstimmigkeit.

Karl Kramer (CDU) scheiterte mit seiner Nachfrage, welche Regenwassermengen durch das neue Neubaugebiet in den Kanal und in den Kleebach geleitet werden und welche Regenwassermengen dem Grundwasser zugeführt werden, das Gremium lehnte bei seiner Stimme den Antrag ab.

Eine Antwort aus dem Stadthaus erhielt das Gremium zu seiner Anfrage zum schnellen Internet für Allendorf/Lahn. Die dritte Ausbaustufe lege den Schwerpunkt auf FTTH bzw. FTTB. Hierbei sei die Glasfaseranbindung für Schulen und sonstige bisher unterversorgten Wohnbereiche und Einzelliegenschaften vorgesehen, teilt Stadträtin Eibelshäuser mit.

Spendenaktion

Neben der Grundschule gehören ein Teil der Straße »Am Kasimir« sowie drei Siedlungsbereiche im Nordwesten der Gemarkung Allendorf zu den Bereichen. Diese Stufe sollte ursprünglich bereits 2020/2021 abgeschlossen sein, es kam allerdings zu Verzögerungen bei der Vergabe. Inzwischen laufen die Bauarbeiten für die Schulen, der Abschluss dieser Ausbaustufe ist in Gießen für Quartal 3 bis 4 im kommenden Jahr vorgesehen.

Am 26. August wird im Stadtteil eine Spendenaktion der Vereinsgemeinschaft zugunsten der Gießener Tafel stattfinden. Sechs Teams werden am späten Nachmittag unterwegs sein und um Lebensmittelspenden aus dem häuslichen Vorrat bitten.

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