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Alte Synagoge Marburg virtuell erleben

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Mit Virtual-Reality-Brillen sind auch die Innenräume der mittelalterlichen Synagoge zu erleben. Repro: Coordes © Gesa Coordes

Marburg (gc). Modernste Technik erlaubt eine Erlebnisreise in die mittelalterliche Synagoge Marburgs. Zum Stadtjubiläum wurde das jüdische Gotteshaus von IT-Experten quasi virtuell wieder aufgebaut.

Tatsächlich existieren heute nur noch Überreste der mittelalterlichen Synagoge, die erst in den 1990er Jahren beim Bau eines unterirdischen Trafohäuschens entdeckt wurden. Sie sind heute mit einem 4,30 Meter hohen Glaskubus überdacht, der die einstige Größe des Gebäudes andeutet. Wer hineinschaut, sieht nur noch den Fußboden aus Sandstein, die Nische für die Torah und den Gewölbeschlussstein mit dem Davidstern.

Auf der Grundlage von alten Zeichnungen, Fotos der Ausgrabungsstätte und Informationen von Historikern wurde das Gebäude nun maßstabsgetreu so nachempfunden, dass es mit einer Datenbrille »nahezu real erlebbar« sein soll. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen können Interessierte alle Räume der von flackerndem Kerzenschein beleuchteten Synagoge erkunden. Durch das Gemäuer schreitend, hören sie zunächst Marktgeräusche und gelangen dann zum Torah-Schrank.

Wer das ungewöhnliche Erlebnis ausprobieren möchte, kann sich noch bis zum 24. August eine Virtual-Reality-Brille in der Ausstellung »Jüdisches Leben in Marburg« im Marburger Rathaus (montags bis mittwochs 7 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12.30 Uhr) oder in der Brüder-Grimm-Stube am Markt 23 (donnerstags bis montags 15 bis 19 Uhr) ausleihen.

Wer die virtuelle Synagoge von zu Hause aus erleben möchte, kann sich die Anleitung von der Firma Inosoft schicken lassen (Tel. 06421-99150, kontakt@INOSOFT.de).

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