An gesteckten Zielen orientiert

Die Umwidmung des ehemaligen US-Depots und weiterer US-Liegenschaften zu Wohn- und Gewerbegebieten, der Bau eines Gefahrenabwehrzentrums, die Bewältigung der Flüchtlingswelle ab 2015, die Probleme der Klimaveränderung und die Auswirkungen auf den Verkehr sind nicht zu unterschätzende Anforderungen in den vergangenen zwölf Jahren gewesen. Ihre stets freundliche Art, mit Menschen zu kommunizieren, hat ihr Sympathien eingebracht.

Damit konnten Probleme auch meist zufriedenstellend gelöst werden. Wünschenswert wäre gewesen, wenn sie in ihrem Amt etwas mehr »über den Dingen« bei Koalition und Opposition gestanden hätte. Bei manchen »Problemen«, wie der »Greensill«-Affäre oder den Jahresabschlüssen des Jugendamtes, hätte sie konsequenter und schneller reagieren können. Ihr Politikstil war unaufdringlich, manchmal zu zurückhaltend, aber stets an den gesteckten Zielen orientiert. Die Amtszeit war geprägt von neuen und nicht vorhersehbaren Problemen mit erheblichen Auswirkungen auf die Kommunalpolitik, die im Verbund mit Magistrat und Stadtverordnetenversammlung gelöst werden mussten. Positiv war, dass sie einerseits als OB ihren Pflichten nachkommen musste, andererseits ihren persönlichen Neigungen im kulturellen Bereich weiter nachgegangen ist.

Johannes Zippel ehrenamtlicher Stadtrat der Freien Wähler Gießen

Das könnte Sie auch interessieren