1. Startseite
  2. Stadt Gießen

»An zentralen Stellschrauben drehen«

Erstellt:

Gießen (red). Die hessenweit anstehenden Veränderungen im Bereich der Beruflichen Schulen diskutierte die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer und ihre Kollegin Lisa Gnadl mit Vertretern der Schulleitung der Aliceschule in Gießen.

»Nach den Ergebnissen des ›Schulbarometers‹ der Robert-Bosch-Stiftung sind 95 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer unangemessen belastet, und zwar quer durch alle Schulformen. Das sind alarmierende Zahlen«, so Heidt-Sommer. »Während der Pandemie waren 45 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Präsenz-unterricht, 55 Prozent im Homeoffice. Da es kein Wlan an der Schule gab, die Lehrkräfte aber fast die Hälfte ihrer Stunden in der Schule unterrichten mussten, mussten sie häufig gehetzt zwischen der Schule und dem Heim-Wlan wechseln. Wir sind froh, dass die Stadt Gießen das angeht und die Bibliothek zum digitalen Lernraum weiterentwickelt«, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Carsten Böhmer die Hintergründe und Probleme der schulischen Arbeit während der Pandemie.

Neben den Veränderungen an der Gießener Schule diskutierten die Gesprächsteilnehmer die Weiterentwicklung des Berufs eines/r Erzieher/in, die vorhergehende Ausbildung und Vor- und Nachteile an den Modellen einer Vollzeit-, Teilzeit- oder praxisintegrierten, vergüteten Ausbildung. »Die sozialpädagogische Arbeitswelt ist anspruchsvoller und komplexer geworden«, gibt Lisa Gnadl einen Einblick aus den bisherigen Gesprächen als sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. »Arbeitszeit, Arbeitsintensität und Bezahlung, das sind die zentralen Stellschrauben, an denen wir in Hessen dringend im Sozialbereich drehen müssen«. »Wir machen uns mit unserer Landtagsfraktion für strukturelle Änderungen im Sozial- und Gesundheitswesen stark«, betonte Heidt-Sommer.

Auch interessant