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Apfelstrudel und Königstochter

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Wagt mit »Elektra« einen Blick in die Tiefen der menschlichen Seele: die Tanzcompagnie Gießen. Heute ist das Stück zum letzten Mal im Stadttheater zu sehen. © Rolf K. Wegst

Gießen (red). In seiner neuen Produktion lädt der Jugendclub Tanz des Stadttheaters Gießen zu einer Kulturgeschichte des Apfels ein: Mit dem knackigen Tanzabend »Apples« in der taT-Studiobühne. Premiere ist am Donnerstag, 10. Februar, um 20 Uhr. Zuvor gibt es heute Abend die letzte Chance auf »Elektra« mit der Tanzcompagnie Gießen.

Er lockt mit dem Verbotenen oder verspricht die ewige Jugend: Der Apfel hat in unzähligen Erzählungen einen Gastauftritt - vom Sündenfall über die griechische und nordische Mythologie bis hin zu Grimms Märchen oder Schillers Wilhelm Tell. Diese und andere Geschichten bereitet der Jugendclub in einem tänzerisch gebackenen Apfelstrudel auf.

Zusammen mit 18 jungen Tänzerinnen und Tänzern hat Terry Pedersen Pfeiffer, die langjährige Leiterin des Jugendclubs, Apfelgeschichten aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturkreisen zusammengetragen. In eigens entwickelten Choreografien erzählen sie auf vergnügliche, augenzwinkernde Art von einem Obst, das es in sich hat, und Menschen, die auf den Geschmack gekommen sind.

Weitere Vorstellungen gibt es am 11. Februar sowie am 13. März.

Der Tanzabend »Elektra« ist am heutigen Samstag um 19.30 Uhr zum letzten Mal im Stadttheater Gießen zu sehen. Darin setzt sich die Tanzcompagnie Gießen unter ihrem im Sommer scheidenden Chefchoreographen Tarek Assam mit der legendären Königstochter auseinander, die zur Mörderin von Mutter und Stiefvater wird.

In freier Bearbeitung antiker Überlieferungen und moderner Adaptionen lädt der Tanzabend dazu ein, Elektras Schicksal mit den Mitteln des Zeitgenössischen Tanzes vorsichtig nachzuempfinden. Zwölf Tänzer wagen dabei einen Blick in die Tiefe der menschlichen Seele.

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