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Artenschutz zum Anziehen

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Das espero-Team präsentiert die neue Kollektion. Foto: Stephanie Baer © Stephanie Baer

Das Gießener Social-Start-up espero erzielte 2022 doppeltes Wachstum und Spenden für den Tierschutz: Über 4000 Euro konnten so in verschiedene Projekte überführt werden.

Gießen (red). Bereits über 4000 Euro an Spenden konnten durch den Verkauf nachhaltiger Kleidung des jungen Gießener Start-ups espero seit dem Start im August 2020 gewonnen werden. Damit habe sich Umsatz und Spendenanteil im letzten Jahr trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch einmal verdoppelt, teilt das Unternehmen mit. Das Geld wird jetzt an verschiedene Projekte in Europa, Afrika und Asien zum Schutz von Tieren gespendet.

»Wir sind mehr als stolz darauf, durch den Verkauf unserer Kleidung schon so viel bewirkt zu haben. Im letzten Jahr konnten wir den Spendenanteil im Vergleich zu beiden Vorjahren verdoppeln - und das trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die wir derzeit haben und die auch unser junges Unternehmen treffen. Das zeigt mir, dass die Menschen uns auch in dieser Zeit vertrauen und vor allem nach einem sinnhafteren Konsum schauen«, so Tim Weinel.

Der Gründer will Kleidung neu denken. Kleidung soll nachhaltig und mit einer positiven Wirkung besetzt sein.

25 Prozent des Erlöses aus dem Verkauf jedes einzelnen Kleidungsstücks wird an eines von insgesamt acht Partnerprojekten zum Schutz von Tieren gespendet. Kunden können bereits während der Auswahl erkennen, an welche Organisation ihr persönlicher Anteil fließt und welche Tierart durch sie geschützt wird. Der durchschnittliche Spendenanteil liegt bei über sieben Euro je Bestellung. Das Geld kommt jetzt unter anderem Projekten zum Schutz von Elefanten, Löwen oder Nashörnern zugute.

Espero befindet sich in regelmäßigem Austausch mit allen Projekten und berichtet seinen Kunden auch, wofür das Geld anschließend vor Ort verwendet wird, betont Weinel. Für das kommende Jahr möchte der Inhaber nun vor allem eins: Noch mehr Menschen mit seiner Botschaft erreichen. »Nach wie vor befinden wir uns im größten Artensterben der Menschheitsgeschichte. Schätzungen zufolge sterben derzeit rund 150 Arten täglich aus. Die Folgen für die Ökosysteme und auch für uns Menschen sind kaum abschätzbar. Aber wo bleibt der Aufschrei? Das gesamte Problem findet leider so gut wie gar nicht in der Öffentlichkeit statt, viele Menschen wissen davon nichts. Und doch geschieht es. Wir möchten zu einem Umdenken anregen. Dafür ist es wichtig, dass die Menschen die aktuelle Situation kennen«, erklärt Weinel.

Das aktuelle Sortiment besteht aus Kapuzenpullovern, Sweatshirts, T-Shirts, Polo-Shirts, Zip-Jacken, Westen und Jogginghosen. Darunter befinden sich auch einige Unisex-Teile. Espero setzt auf zeitlose Mode, die möglichst lange getragen werden kann - im Gegensatz zu Fast Fashion und saisonaler Mode. »Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, dass Kleidung möglichst lange hält und nicht nur, dass wir nachhaltigere Materialien wie Bio-Baumwolle oder Recycling-Polyester verwenden. Wir arbeiten sogar bereits daran, ausgediente Kleidung noch einmal verwerten zu können«. Espero soll gleichzeitig auch ein Lebensgefühl sein. Kunden sollen mit ihrer Kleidung nicht nur Gutes tun, sondern sich auch beim Tragen gut fühlen, so die Philosophie des Unternehmens.

Weitere Informationen zu espero finden Sie unter: https://espero-clothing.de.

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