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Auch zwei Jahre nach Unfall nur ein Provisorium

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»Temporäre Absicherung«: Im Februar 2020 stürzte ein Pkw an dieser Stelle auf die A 485 herab. Am zweiten »Jahrestag« klafft die Lücke immer noch. © Schäfer

Gießen (rsa). Auf den Tag genau ist es am heutigen 3. Februar zwei Jahre her, dass bei einem Verkehrsunfall ein Kleinlastwagen das Brückengeländer der Grünberger Straße - an der Kreuzung am Beginn der Rödgener Straße - durchbrach und sechs Meter hinunter auf die A 485 stürzte. Der Fahrer wollte stadtauswärts nach rechts in Richtung Grünberg abbiegen, übersah einen von links - vom Lidl-Parkplatz - kreuzenden und vorfahrtsberechtigten Pkw und wurde bei dem Zusammenstoß durch das Brückengeländer katapultiert (der Anzeiger berichtete).

Seitdem ist diese offene Stelle nicht repariert worden. Und noch immer sorgen Flatterband und Stellgitter nur für eine provisorische Absicherung. Im vergangenen Mai antwortete Stefan Hodes von der Außenstelle Wiesbaden der Niederlassung West der zuständigen Autobahn-GmbH des Bundes: »Da sich die schadhafte Stelle des Geländers im Bereich einer Kreuzungsanlage mit entsprechenden Gehwegbeziehungen befindet, ergeben sich sowohl aus der Gefährdungsabschätzung als auch den technischen Möglichkeiten vor Ort keine zusätzlichen, respektive weiteren Maßnahmen zu den bereits vorhandenen.« Und weiter: »Die derzeit aufgebaute Absperrung ist nur eine temporäre Absturzsicherung und wird durch ein neues Brückengeländer gemäß dem Bestand ersetzt.« Die Arbeiten sollten, so Hodes, im Laufe des Jahres 2021 durchgeführt werden. Passiert ist bisher nichts. Hinter der herausgerissenen, mehrere Meter breiten Lücke im Geländer tut sich ein sechs Meter tiefer Abgrund zur Bundesautobahn auf.

»Voraussichtlich in sechs Wochen«

Zum zweiten »Jahrestag« des Verkehrsunfalles fragte der Anzeiger erneut nach. Diesmal hieß es: »Die beauftragte Firma hat den Sachverhalt aufgemessen, die Produktion beginnt jetzt. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit voraussichtlich in sechs Wochen erledigt ist.«

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